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Dynamo patzt beim Letzten - Magdeburg bezwingt Hansa

Zwickau  

Dynamo patzt beim Letzten - Magdeburg bezwingt Hansa

11.04.2021, 15:04 Uhr | dpa

NÄCHSTER AUFSTIEGSDÄMPFER FÜR DYNAMO: Dynamo Dresden hat im Aufstiegskampf der 3. Fußball-Liga erneut Punkte liegengelassen. Der Tabellenführer unterlag am Sonntag beim Letzten SpVgg Unterhaching mit 0:2, bleibt aber einen Punkt vor Hansa Rostock und Ingolstadt auf den Plätzen zwei und drei. Stephan Hain (40. Minute) und Christoph Greger (57./Foulelfmeter) trafen für das Schlusslicht im Sportpark Unterhaching. Für Dresden war es das dritte Spiel nacheinander ohne Sieg.

Dynamo begann aber druckvoll und hatte durch Marvin Stefaniak (15./22.) gleich zweimal die Chance in Führung zu gehen. Beide Male verhinderte aber Unterhachings Torwart Jo Coppens den Torschrei des Mittelfeldspielers. Im Anschluss verlor der Tabellenführer den Zugriff und die Hausherren kamen besser ins Spiel. Offensiv ging für Dynamo nichts, Unterhaching verteidigte mit viel Leidenschaft und gewann letzlich verdient.

"Es ist schwer, Worte zu finden. Wir sind nicht wie ein Spitzenreiter aufgetreten", sagte Dynamo-Kapitän Sebastian Mai bei "MagentaSport". "Die ersten 20 Minuten waren nicht so schlecht, aber dann hat es immer weiter nachgelassen. Das Gegentor hat uns komplett aus der Fassung gebracht. Das müssen wir aufarbeiten."

ZWICKAUER STANDARD-PLEITE: Zwei Standards, zwei Gegentore: Der FSV Zwickau hat die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt erneut verpasst. Die Sachsen verloren am Sonntag gegen Viktoria Köln mit 1:2 und blieben damit im vierten Spiel in Serie sieglos. Moritz Fritz (61. Minute) und Michael Schultz (69.) erzielten die Tore für effiziente Kölner. Für Zwickau traf Lars Lokotsch in der Nachspielzeit (90.+3). Der FSV rutscht in der Tabelle auf den zehnten Platz ab, hat mit 41 Zählern aber weiterhin acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

Deshalb blieb Trainer Joe Enochs auch entspannt. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wir haben vor allem in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt. Wir müssen vor dem Tor noch effizienter werden. Jetzt wollen wir in Magdeburg punkten, um den Klassenerhalt zu sichern", sagte der 49-Jährige.

MAGDEBURG TRUMPFT AUF: Kurz vor dem 70. Geburtstag von Joachim Streich haben sich Hansa Rostock und der 1. FC Magdeburg einen harten Kampf geliefert - mit dem Abstiegskandidaten als Sieger. Der FCM behielt bei den noch immer zweitplatzierten Rostocker mit 2:0 die Oberhand, Baris Atik und Sören Bertram trafen. Damit holte Magdeburg aus den vergangenen sechs Spielen 16 von 18 möglichen Punkten. Eine Bilanz, auf die Hansa am anderen Ende der Tabelle nicht kommt.

Trotz des Rückschlags hat der FCH den Glauben an die zweite Liga nicht verloren. "Das wir eine Chance haben ist klar. Das haben wir auch letztes Jahr gesehen. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr die Lehren daraus gezogen haben, weil wir da im Endspurt nicht so stabil gewesen sind, wie wir es hätten sein können", sagte Trainer Jens Härtel bei "MagentaSport". Man habe "katastrophale erste 25 Minuten" gehabt und sei erst mit dem Rückstand ins Spiel gekommen. "Das war erstmal befreiend", sagte Atik über ein Tor. Der Sieg war es ebenso, denn Magdeburg hat nun vier Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen und hat in Zwickau, Meppen und Lübeck drei schlagbare Gegner im Rest des Monats.

JOB GERETTET: Bis zur vorletzten Minute hatte sich Florian Schnorrenberg wohl damit anfreunden müssen, sich einen neuen Job zu suchen. Dann brach es innerhalb von zwei Minuten zweimal aus dem Trainer des Halleschen FC heraus. Stipe Vucur und Terrence Boyd hatten den HFC zum 2:1 gegen den KFC Uerdingen geschossen, sich der eigenen Abstiegssorgen etwas befreit und Schnorrenberg die Stelle gerettet. "So ein grandioses Finale erlebt man nicht jeden Tag. Das war unfassbar aufregend und sehr emotional. Es ist schon eine Menge Anspannung abgefallen", sagte der Coach. "Unsere Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt hat sich durch diesen wichtigen Sieg etwas verbessert, mehr aber auch nicht." Als Belohnung bekamen Boyd und Co. zwei Tage frei.

Schnorrenberg hatte nach einer Serie von nur einem Sieg aus zehn Spielen enorm unter Druck gestanden. Eine Niederlage gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten KFC hätte wohl zu einer Trennung geführt. Nun kann der HFC am Samstag bei Viktoria Köln den nächsten direkten Konkurrenten ärgern.

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