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Attacken auf Autos von Impfzentrums-Mitarbeitern

Erkrath  

Attacken auf Autos von Impfzentrums-Mitarbeitern

14.04.2021, 12:15 Uhr | dpa

Attacken auf Autos von Impfzentrums-Mitarbeitern. Polizei-Schriftzug

Der Schriftzug "Polizei" ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach Attacken auf Autos von Mitarbeitern des Corona-Impfzentrums in Erkrath bei Düsseldorf hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Polizei schließt eine politisch motivierte Aktion von Impfgegnern nicht aus. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Mettmann.

Unbekannte hatten Schrauben und Nägel so unter die Reifen mehrerer Autos gelegt, dass diese beim Anfahren zerstochen werden sollten. In einem Fall sei dies auch geschehen. In allen betroffenen drei Autos hätten von außen sichtbar Ausweise von Mitarbeitern des dortigen Impfzentrums gelegen.

Der geschädigte Impfzentrumsmitarbeiter hatte bemerkt, dass auch Autos seiner Kollegen betroffen waren und diese rechtzeitig warnen können.

"Die Nägel werden nun auf DNA-Spuren untersucht", sagte die Polizeisprecherin. Noch sei nicht sicher, dass es sich um eine politische Straftat handele. "Es gab dort auch früher schon einmal Sachbeschädigungen an Autos, als es dort noch kein Impfzentrum gab. Möglicherweise ärgert sich auch nur jemand über die Parkplatzsituation." Die Polizei sucht Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben.

Die Nägel und Schrauben waren bereits am Sonntag unter den Reifen entdeckt worden. Zusätzlich wurde bei einem Wagen ein Scheibenwischer beschädigt.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und der NRW-Verfassungsschutz hatten mehrfach vor einer Radikalisierung der Szene von Impfgegnern und Corona-Leugnern gewarnt.

Bislang habe es einen weiteren Vorfall an einem anderen Impfzentrum in NRW gegeben, hieß es aus dem NRW-Innenministerium. Dabei habe der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der in dem Impfzentrum eingesetzt ist, gelockerte Radbolzen an seinem Wagen bemerkt. Eine politisch motivierte Tat sei in diesem Fall nach derzeitigem Erkenntnisstand aber auszuschließen.

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