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Bauern sehen Tierhaltung durch Wölfe gefährdet: Kundgebung

Schwerin  

Bauern sehen Tierhaltung durch Wölfe gefährdet: Kundgebung

16.04.2021, 14:01 Uhr | dpa

Bauern und Tierhalter in Mecklenburg-Vorpommern sehen durch zunehmende Wolfsattacken die Weidetierhaltung in Gefahr. Angesichts des Bestandswachstums von mehr als 30 Prozent bei den Wölfen pro Jahr seien die Betroffenen finanziell und emotional enorm belastet, teilte der Landesbauernverband am Freitag in Neubrandenburg mit. Hintergrund sind zahlreiche Risse von Kälbern, Schafen und anderen Nutztieren durch Wölfe.

In den vergangenen Wochen waren im Süden Vorpommerns mehrfach Kälber aus Mutterkuhherden getötet worden, kurz nachdem die Kühe gekalbt hatten. 2020 hatte es mit 400 von Wölfen getöteten und verletzten Schafen, Damhirschen, Kälbern und anderen Nutztieren einen neuen Rekord im Nordosten gegeben. In einem Papier stellen Bauernverband, Schaf-, Rinder- und Pferdezüchter sowie Jagdverbände Mecklenburg-Vorpommerns fest, es sei fünf vor Zwölf.

Für den 22. April sei deshalb eine Kundgebung am Schweriner Umwelt- und Agrarministerium geplant, wenn die Umweltminister der Bundesländer ihre Konferenz abhalten. Die Weidehaltung sei ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen und müsse deshalb besser geschützt werden. Im Nordosten wurden zuletzt mindestens 15 Rudel Wölfe mit bis zu 10 Tieren, mehrere Wolfspaare und etliche Einzelwölfe registriert.

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