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Erntehelfer aus Ausland gefragt: Bauern beklagen Einbußen

Magdeburg  

Erntehelfer aus Ausland gefragt: Bauern beklagen Einbußen

17.04.2021, 10:15 Uhr | dpa

Erntehelfer aus Ausland gefragt: Bauern beklagen Einbußen. Rumänische Erntehelfer ernten Spargel

Rumänische Erntehelfer ernten Spargel auf einem Feld des Spargelhofs Hindorf & Söhne in Langeneichstädt. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

In Sachsen-Anhalt werden nach Angaben des Landesbauernverbandes in diesem Jahr etwa 6000 Erntehelfer gebraucht. Einen Mangel an Helfern sehe er momentan nicht, sagte Verbandspräsident Olaf Feuerborn. Die Saisonkräften kämen vor allem aus Rumänien, Polen und Bulgarien. Die Betriebe hätten teils lange Verbindungen zu ihren Erntehelfern. Den Start in die Saison gebe es traditionell mit dem Spargel. Die Agrarbetriebe hätten sich angesichts der Corona-Pandemie anders als im Vorjahr länger auf die Lage vorbereiten können. 2020 hätten Erntehelfer auf dem Landweg aus dem Ausland teils nicht einreisen können, seien in der Saison mit dem Flugzeug geholt worden.

In Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern gebe es nun klare Test-, Abstands-, Hygiene- und Quarantäneregeln. "Wir haben viel Neues unternommen und aus den Erfahrungen von 2020 gelernt", sagte Feuerborn. Allerdings werden in diesem Jahr laut Bauernverband voraussichtlich etwa 2000 Erntehelfer weniger im Einsatz sein als das in den Jahren vor der Pandemie im Schnitt der Fall war. Ein Grund seien die Auswirkungen des Lockdowns. "Uns fehlen Absatzmärkte, angefangen vom Spargel für Restaurants bis hin zur Kartoffel für Pommes frites, die auf Volksfesten, Märkten, Sport- und Großveranstaltungen verkauft werden", sagte Feuerborn.

Die Folge sei, dass so manche Agrarbetriebe ihre Flächen nicht mehr so intensiv bewirtschaften können wie bisher. "Wir haben Umsatzeinbußen von etwa 20 Prozent allein durch die Schließung der Gastronomie", sagte der Landesbauernpräsident. Das sei auch nicht durch andere Absatzwege wie den Lebensmitteleinzelhandel aufzuholen. "Das, was allein auf Veranstaltungen nicht gegessen wird, isst man nicht automatisch zu Hause und auch nicht mehr", sagte Feuerborn. Dies habe deutliche Auswirkungen auf die Planung und Organisation der Betriebe, von der Personalplanung bis zur Ernte. Laut Landesbauernverband gibt es 4200 Agrarbetriebe in Sachsen-Anhalt.

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