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Lockdown: Impfungen für Lehrer starten

Schwerin  

Lockdown: Impfungen für Lehrer starten

19.04.2021, 05:17 Uhr | dpa

Lockdown: Impfungen für Lehrer starten. Manuela Schwesig (SPD) spricht im Landtag

Manuela Schwesig (SPD) spricht im Landtag. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Schulen und Kitas sind seit Montag in Mecklenburg-Vorpommern zu, ebenso die meisten Geschäfte - mit dem nunmehr dritten harten Lockdown in der Corona-Krise hofft die Landesregierung, die Infektionszahlen und den Druck auf die Krankenhäuser rasch zu verringern. Die scharfen Maßnahmen sind zunächst bis zum 11. Mai befristet, wie ein Regierungssprecher am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Vielerorts waren die Schließungen sichtbar: Auf den Bummelmeilen in Waren an der Müritz und Neubrandenburg etwa waren nur vereinzelt Gäste unterwegs. In Waren wurden vor allem die Cafés aufgesucht, um sich einen Becher Kaffe-to-go und Kuchen zu holen; in Neubrandenburg waren mittags vor allem Berufstätige auf der Suche nach einem Imbiss an der frischen Luft unterwegs.

Die Zeit des Lockdowns soll genutzt werden, um das Impfen entscheidend voranzubringen. Zwar ist der zentrale Impfmanager des Landes noch nicht benannt und im Amt, doch die Landkreise wirbeln - etwa um die Lehrer und Mitarbeiter der weiterführenden Schulen rasch gegen Covid-19 zu immunisieren. Sie sollen im Landkreis Vorpommern-Rügen schon an diesem Donnerstag und Freitag ihre erste Spritze bekommen, wie ein Kreissprecher sagte. Dazu sollen mobile Impfteams eingesetzt werden. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim soll dies am 23. und 24. April erfolgen. Das Impfmanagement des Landkreises Rostock schätzte ein, dass die Lehrer-Impfungen innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein können.

Zunächst waren nur die Kita- und Hort-Erzieher sowie die Lehrer und Mitarbeiter an Grundschulen geimpft worden. Mit den jetzt möglichen Impfungen der Beschäftigten an weiterführenden Schulen sollen die Schulöffnungen sicherer werden, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 beginnen sollen. Zuletzt bewegte sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen im Nordosten um den Wert von 150. Schulöffnungen sollen die ersten Schritte aus dem Lockdown sein, hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vergangene Woche angekündigt.

Von den 3000 Polizisten im Land, die dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, ist bislang etwa die Hälfte geimpft, wie das Innenministerium in Schwerin mitteilte. Sie können seit Ende März eine Spritze bekommen. Jetzt sollen auch Berufs- und Freiwillige Feuerwehrleute vorzeitig dran sein, wie es weiter hieß.

Auch das allgemeine Impfen kann weiter vorankommen - die Landkreise erwarten diese Woche Tausende Impfdosen: der Landkreis Rostock zum Beispiel 6500, Nordwestmecklenburg 4000, Vorpommern-Greifswald 5000 und die Mecklenburgische Seenplatte 7100, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Im aktuellen Shutdown in Mecklenburg-Vorpommern sind neben Schulen, Kitas und vielen Geschäften auch Museen und Bibliotheken wieder geschlossen. Friseure, Baumärkte, Blumen- und Buchläden dürfen geöffnet bleiben, ebenso der Lebensmittelhandel, Banken, Drogerien und Apotheken. In vielen Regionen des Landes gilt eine nächtliche Ausgangssperre, etwa in Schwerin und in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald. Auch Teile des Landkreises Rostock sind betroffen. Neun Kitas in Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit wegen Corona-Infektionen komplett geschlossen und können nicht einmal eine Notbetreuung anbieten.

Private Treffen dürfen nur noch mit einer Person außer dem eigenen Hausstand stattfinden; Kinder zählen dabei nicht mit. Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper von außerhalb des Bundeslandes dürfen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Tagesausflüge in den Nordosten waren zuvor schon verboten. Die FDP Mecklenburg-Vorpommern wandte sich gegen das Aussperren von Zweitwohnungsbesitzern. "Wer in MV ein Zuhause hat, der sollte auch die Chance haben einzureisen", meinte der Landesvorsitzende René Domke. Wer in sein Ferienhaus oder seine Zweitwohnung fahre, habe wenig Kontakte und stehe nicht im Verdacht, Infektionstreiber zu sein.

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