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Verband: Klagen gegen Windeignungsgebiete wohl erst 2023

Neubrandenburg  

Verband: Klagen gegen Windeignungsgebiete wohl erst 2023

19.04.2021, 17:08 Uhr | dpa

Windkraftgegner an der Mecklenburgischen Seenplatte brauchen einen langen Atem. Wie der Geschäftsführer des Regionalen Planungsverbandes, Christoph von Kaufmann, am Montag sagte, können die Kritiker dieser Energieform frühestens 2023 mit einer Klagemöglichkeit gegen sogenannte Windeignungsgebiete rechnen. So lange dauere es mindestens, bis die Verbandsversammlung alle Einwendungen abgewogen und einen Entwurf verabschiedet haben wird, der als "Raumentwicklungsprogramm" vom dann zuständigen Landeskabinett in Schwerin verabschiedet werden kann.

Der Planungsverband hatte seine kommunalpolitischen Vertreter am Montag zur Verbandsversammlung ins Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung eingeladen. Vor dem Haus protestierten etwa 30 Gegner mit Plakaten wie "Stoppt die Windindustrie". Beim Treffen sollten neueste Eingaben erörtert und der bisherige Planungsentwurf aktualisiert werden. Dieser berücksichtigt unter anderem Denkmal- und Artenschutz, wie Vorkommen von Schreiadlern und anderen Greifvögeln, touristische Vorranggebiete sowie das "Schutzgut Mensch."

So sind von anfangs 20 Windeignungsgebieten nun noch 19 übrig, wie Kaufmann sagte. Der Geschäftsführer warnte davor, diesen Prozess zu stoppen. Dann würden Windparks nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz geplant. Kommunen hätte fast keinen Einfluss mehr, da Windparks "privilegiert im Außenbereich geplant" werden sollen.

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