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Unterstützung der CDU für Laschet: Auch Dank an Söder

Potsdam  

Unterstützung der CDU für Laschet: Auch Dank an Söder

20.04.2021, 18:56 Uhr | dpa

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann hält den Parteivorsitzenden Armin Laschet als Unions-Kanzlerkandidaten auch aus ostdeutscher Sicht für die richtige Wahl. "Ich habe Armin Laschet unterstützt aus tiefer Überzeugung, dass ich glaube, dass er der bessere Kanzlerkandidat auch für Ostdeutschland ist", sagte Redmann am Dienstag in Potsdam.

Laschet habe als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen tiefes Verständnis für die Herausforderungen des Strukturwandels. Auch CDU-Landeschef Michael Stübgen unterstützt Laschet. Es gab in der CDU Brandenburg aber ebenfalls Lob für den CSU-Vorsitzende und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der den Weg für Laschets Kanzlerkandidatur frei gemacht hatte.

Die zehn CDU-Direktkandidaten aus Brandenburg für die Bundestagswahl bedankten sich sogar bei Söder: "(...) Auch Markus Söder hat in Brandenburg viele Unterstützer und sicher sind auch manche Mitglieder enttäuscht. Dennoch ist es gut, dass diese Frage heute entschieden wurde und nun endlich Klarheit herrscht", heißt es in einer Mitteilung der CDU Brandenburg vom Dienstag. "Wir bedanken uns daher bei Markus Söder, nicht nur für seine Bereitschaft, für die Union einzutreten, sondern insbesondere auch für seine Zusage, Armin Laschet und alle Direktkandidaten der Union in diesem schwierigen Wahlkampf zu unterstützen."

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig betonte zugleich, Laschet habe in den vergangenen acht Tagen nochmals bewiesen, "dass er aus dem harten Holz geschnitzt ist, aus dem Kanzler gemacht sind".

Redmann sagte mit Blick auf die derzeit schlechten Umfragewerte für Laschet, das Rennen verändere sich in der Regel im Verlauf des Wahlkampfes. "Ich bin deshalb recht optimistisch, dass die Union mit Armin Laschet als Kanzlerkandidat auch als Sieger durchs Ziel gehen wird." Die Qualität der Union werde sich jetzt zeigen: "Sind wir in der Lage, wenn die Entscheidung für einen von beiden gefallen ist, sich hinter diesem Spitzenkandidaten zu versammeln, auch wenn man vielleicht einen anderen Favoriten vorher hatte?"

In einer digitalen Sondersitzung des CDU-Bundesvorstands hatten in der Nacht zum Dienstag 31 von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für Parteichef Laschet als Kanzlerkandidaten plädiert. Nur 9 Mitglieder stimmten für Söder, 6 enthielten sich. CSU-Chef Markus Söder akzeptierte das klare Vorstandsvotum der CDU für Laschet. In der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion sei die Entscheidung für Laschet "auf einhellige Zustimmung gestoßen", berichtete Redmann.

Nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Erik Stohn geht Laschet mit Verletzungen aus dem unionsinternen Duell. "Ich blicke wirklich mit Sorge auf die Union, die sich hier gerade vollständig selber zerreibt und auch ihrem möglichen Kandidaten da wirklich den Boden unter den Füßen wegreißt", sagte Stohn.

AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt sieht die CDU nicht als den zentralen politischen Kontrahenten. "Die Pole sind grün und blau: Grüne und AfD. Der politische Hauptgegner, mit dem wir es zu tun haben, sind die Grünen", sagte er. "Das sind eigentlich die, mit denen wir uns auseinandersetzen, weil wir da konträr sind."

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