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Prozess um versuchten Mord in Itzehoe fortgesetzt

Itzehoe  

Prozess um versuchten Mord in Itzehoe fortgesetzt

22.04.2021, 13:22 Uhr | dpa

Prozess um versuchten Mord in Itzehoe fortgesetzt. Figur Justitia

Eine Figur "Justitia" steht auf einem Schreibtisch. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Prozess gegen einen 47-Jährigen, der wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Itzehoe angeklagt ist, ist am Donnerstag mit der Aussage des Opfers fortgesetzt worden. Die 31 Jahre alte Ehefrau des Beschuldigten, die am 6. Juli vergangenen Jahres in Heide (Kreis Dithmarschen) mit einem Messer lebensgefährlich verletzt wurde und sich mit einem Sprung aus dem Schlafzimmerfenster aus 3,50 Meter Höhe gerettet hatte, hatte sich bislang auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berufen. "Letztendlich hat er Scheiße gebaut und muss dafür geradestehen", begründete sie ihre Aussage.

Die Frau, die auch als Nebenklägerin auftritt, beschrieb den Tattag, an dessen Ende sie den Verlust einer Niere hinnehmen musste und einen Trümmerbruch im rechten Sprunggelenk erlitten hatte. Es sei ein normaler Tag gewesen, an dem Angeklagter und Opfer je "fünf bis sieben Bier" konsumiert hätten. Zwar habe es einen Disput um Tabak, aber keinen großen Streit gegeben.

Am Abend habe sie die gemeinsame Tochter bettfertig gemacht und sei ins Schlafzimmer gegangen. Dort sei ihr Mann erschienen, habe zweimal gefragt, ob sie noch etwas sagen wolle. Das habe sie verneint. Danach hätte sich der Angeklagte zu ihr ins Bett gelegt und sie habe "den ersten Stich gespürt". Danach soll der 41-Jährige gesagt haben, dass es der Tag sei, an dem sie sterben würde. Daraufhin sprang die verletzte Frau aus dem Fenster.

In der achtjährigen Ehe habe es häufiger lautstarke Auseinandersetzungen gegeben, aber an etwaige gegenseitige Beleidigungen im Vorfeld der Tat konnte sich die 31-Jährige nicht erinnern. Der Angeklagte schweigt bislang weiter zu den Tatvorwürfen. In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung ließ er aber ausrichten, dass er alles kaputt gemacht habe und hoffe, dass das Opfer ihm verzeihen würde. Der Prozess soll am 30. April fortgesetzt werden.

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