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Unkraut: Winzer gehen mit biologisch abbaubaren Matten vor

Freyburg (Unstrut)  

Unkraut: Winzer gehen mit biologisch abbaubaren Matten vor

22.04.2021, 15:36 Uhr | dpa

Unkraut: Winzer gehen mit biologisch abbaubaren Matten vor. Nachhaltiger Weinbau

Knut Kiok, Winzer, verlegt biologisch abbaubare Mulchmatten an Weißburgunder Weinstöcken. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut hat am Donnerstag ein Versuchsprojekt zur Bekämpfung von Unkraut mit biologisch abbaubaren Matten begonnen. Unter den Reben ausgelegt diene das Material dazu, Regenwasser auch an Steillagen an den Weinstamm zu leiten, teilte die Vereinigung mit. Das Wasser sickere durch die Matten und durchnässe den Boden gut, der dann unter den Matten länger feucht und vor Austrocknung geschützt bleibt. Zudem wird das Wachstum von Unkraut gehemmt. Nach einer Saison zersetzen sich die Mulchmatten und führen dem Boden Humus zu.

Bei dem Versuchsvorhaben handelt es sich den Angaben nach um ein Forschungsprojekt der Gesellschaft für nachhaltige Stoffnutzung aus Halle. Dort werden Rückstände aus Biogasanlagen zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet - so auch zu den Matten, die zur Unkrautvermeidung dienen, wo sonst oft mit chemischen Mitteln gearbeitet werden muss. Das Forschungsprojekt wird unter anderem vom Landesweingut Kloster Pforta und von der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut unterstützt. Der Genossenschaft gehören den Angaben nach rund 400 Weinbauern an. Sie bewirtschaften im Anbaugebiet rund 400 Hektar Rebfläche, hauptsächlich in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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