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Zahl der Bundesfreiwilligen ist in Thüringen gesunken

Jena  

Zahl der Bundesfreiwilligen ist in Thüringen gesunken

27.04.2021, 06:13 Uhr | dpa

Zahl der Bundesfreiwilligen ist in Thüringen gesunken. Bundesfreiwilligendienst

Der Begriff "Bufdi" für "Bundesfreiwilligendienst". Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Zahl der Bundesfreiwilligen ist in Thüringen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nach Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben waren durchschnittlich 1500 "Bufdis" unter anderem in Krankenhäusern, Altenheimen, Sozialeinrichtungen, Museen oder im Umweltschutz im Einsatz. Im Jahr 2019 waren es 1664. Ob der Rückgang auch eine Auswirkung der Corona-Pandemie ist, lässt sich laut Bundesamt allerdings nicht genau sagen. Gerade Einrichtungen wie Kindergärten, Jugendtreffs oder Museen, die häufig Freiwillige beschäftigen, mussten im ersten Pandemiejahr längere Zeit schließen. Im März dieses Jahres waren 1357 Freiwillige gemeldet.

Beim Universitätsklinikum Jena, einem der größten Anbieter von "Bufdi"-Stellen in Thüringen, etwa blieb die Zahl der angebotenen Stellen mit 63 im Vergleich zu 2019 (65) etwa konstant, teilte das Klinikum auf Anfrage mit. Zwar hätten sich weniger Bewerber als 2019 gemeldet, das waren mit 127 jedoch immer noch mehr als genug. Sie hätten zudem über bessere Qualifikationen als frühere Jahrgänge verfügt - etwa wegen eines höheren Schulabschlusses oder beruflicher Vorerfahrungen. "Dies lag vor allem daran, dass sich einige Abiturienten aufgrund der Corona-Pandemie gegen einen Auslandsaufenthalt entschieden haben", sagte eine Sprecherin.

Scheu, während der Pandemie am Klinikum zu arbeiten, hätten die Bundesfreiwilligen nicht. Einige hätten ihren Einsatz auch auf 18 Monate verlängert und so die Zeit bis zur Aufnahme eines Studiums überbrückt. Ein Jahr zuvor hatten sich 180 Menschen um die damals verfügbaren Plätze am Jenaer Klinikum beworben.

Aus der Stadtverwaltung Erfurt hieß es, teilweise hätten die Freiwilligen aber wegen der Pandemie nicht in den Bereichen arbeiten können, für den sie vertraglich gebunden gewesen seien. Das zuständige Bundesamt habe aber Ausnahmen ermöglicht, so dass sie in andere Einsatzgebiete wechseln konnten.

Den Bundesfreiwilligendienst als Nachfolger des Zivildienstes gibt es seit zehn Jahren. Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer - und zwar nicht nur an junge Menschen. In Thüringen waren beispielsweise im März fast 400 Freiwillige im Alter zwischen 51 und 65 Jahren. Bundesweit waren im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 38 000 Menschen im Einsatz, 2019 waren es 39 000.

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