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Komsa profitiert vom Homeoffice-Trend in der Pandemie

Hartmannsdorf  

Komsa profitiert vom Homeoffice-Trend in der Pandemie

29.04.2021, 10:44 Uhr | dpa

Komsa profitiert vom Homeoffice-Trend in der Pandemie. KOMSA-Gruppe in Hartmannsdorf

Die Gebäude der KOMSA-Gruppe. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Boom bei Homeoffice und Homeschooling in der Corona-Pandemie hat dem Technologie-Händler und Dienstleister Komsa im vergangenen Geschäftsjahr zu einem Rekordumsatz verholfen. Die Erlöse stiegen um 15 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz mitteilte. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr, das am 1. April begonnen hat, wird mit weiterem Wachstum von 5 bis 10 Prozent gerechnet. 1992 gegründet, gilt Komsa als größtes Familienunternehmen in den Ost-Flächenländern.

Mit der Pandemie sei die Nachfrage nach Notebooks und Tablets rapide gestiegen; ebenso gefragt war nach Unternehmensangaben Audiozubehör wie Lautsprecher und Kopfhörer. Nachdem es den Unternehmen in einem ersten Schritt darum gegangen sei, ihre Mitarbeiter fürs mobile Arbeiten auszurüsten, habe nun eine zweite Phase begonnen, sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt geht es um eine Professionalisierung - darum, die oft improvisierte Ausstattung auf eine andere Qualität zu heben." Dieser Trend stehe erst am Anfang. Auch bei der Ausstattung von Schulen und Schülern mit mobilen Geräten sieht er immensen Nachholbedarf.

Um das weitere Wachstum zu flankieren, will das Unternehmen bis 2024 rund 25 Millionen Euro investieren, etwa in eine neue Packstrecke im Hartmannsdorfer Logistikzentrum. Auch will Komsa das Reparaturgeschäft ausbauen. "Rechnerisch hat jeder Einwohner Deutschlands zwei bis drei ausrangierte Handys in der Schublade liegen", erklärte Urbon. Das seien wertvolle Ressourcen. Ziel sei es mehr solcher Geräte aufzubereiten und wieder zu verkaufen. Dafür gebe es einen Markt, betonte er. Zudem will Komsa den Reparaturservice auf Solarwechselhersteller ausweiten. Die würden bisher noch häufig zur Reparatur ins Ausland geschickt. Urbon war vor Komsa viele Jahre im Vorstand des Wechselrichter-Herstellers SMA tätig.

Genaue Zahlen zum Gewinn macht das Familienunternehmen, dessen Mitarbeiterzahl trotz Rekordumsatz im Zuge von Umstrukturierungen um 4 Prozent auf gut 1200 gesunken ist, nicht. Urbon verrät lediglich, dass das operative Ergebnis (Ebitda) um 20 Prozent zugelegt habe. Künftig wollen die Hartmannsdorfer auch im Ausland stärker Geschäfte machen. Bislang sind sie laut Urbon neben Deutschland auch in Polen aktiv. "Die Wachstumsperspektive geht aber eher in die westeuropäischen Märkte." Zunächst müssten die Prozesse im Unternehmen selbst optimiert werden. Eine Jahreszahl für diesen Schritt hin zur Internationalisierung wollte Urbon nicht nennen.

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