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Trecker-Demo gegen Ausweitung von Naturschutzgebiet

Aurich  

Trecker-Demo gegen Ausweitung von Naturschutzgebiet

03.05.2021, 16:30 Uhr | dpa

Trecker-Demo gegen Ausweitung von Naturschutzgebiet. Landwirte demonstrieren

Landwirte demonstrieren mit ihren Traktoren. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mit einer Sternfahrt haben Landwirte im Kreis Aurich gegen die geplante weitere Unterschutzstellung des sogenannten Fehntjer Tiefs protestiert. Nach Angaben des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ostfriesland beteiligten sich am Montag etwa 500 Bauern aus der gesamten Region mit rund 260 Treckern an der Demonstration. Vor einem Gasthof, an dem der Umweltausschuss des Kreises über das Vorhaben beriet, versammelten sich die Bauern zu einer Kundgebung. Laut Polizei kam es zu kleineren Verkehrsbehinderungen. Die Demonstration habe unter Einhaltung der Corona-Regeln stattgefunden, sagte eine Polizeisprecherin.

Aufgrund von EU-Vorschriften sollen in der Niedermoor-Niederung in den Landkreisen Aurich und Leer zusätzliche Flächen unter Schutz gestellt werden. Früheren Angaben zufolge soll per Verordnung auf diese Weise ein Schutzgebiet von insgesamt rund 3000 Hektar entstehen. In Teilen sollen Naturschutzgebiete ausgewiesen werden, die mit Auflagen für Bauern verbunden wären.

Landwirte fürchten um ihre Existenz und sehen die geplante Unterschutzstellung des Gebietes mit Sorge. Im "Niedersächsischen Weg" sei zwar vorgesehen, dass Bewirtschaftungseinschränkungen finanziell ausgeglichen würden, sagte der Vize-Präsident des Landesbauernverbandes Niedersachsen, Manfred Tannen. Aus der geplanten Schutzgebietsverordnung gehe dies aber nicht vollumfänglich hervor.

"Damit ist eine rote Linie aus Sicht der Landwirtschaft überschritten", sagte Tannen. Als "Niedersächsischer Weg" wird der von der Landesregierung in Hannover mit Zustimmung aller Fraktionen im November besiegelte Kompromiss bezeichnet, der Landwirten Ausgleichszahlungen für mehr Umweltschutz zusichert. Kritik üben die Landwirte auch an der Schutzgebietskategorie. "Da hätten wir auf jeden Fall die Erwartungshaltung gehabt, dass man zum mildesten Mittel greift, nämlich die Gebiete als Landschaftsschutzgebiete auszuweisen", erklärte Tannen.

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