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Junger Mann stirbt nach Gasvergiftung in leerer Kaserne

Mellrichstadt  

Junger Mann stirbt nach Gasvergiftung in leerer Kaserne

05.05.2021, 13:10 Uhr | dpa

Nach einer Gasvergiftung von drei jungen Menschen in einer leerstehenden Kaserne im unterfränkischen Mellrichstadt ist ein 22-Jähriger gestorben. Die anderen beiden Verletzten, eine 23-Jährige und ein 24-Jähriger, haben das Krankenhaus mittlerweile verlassen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Mittwoch ist es sehr wahrscheinlich, dass Abgase eines Stromaggregats für eine erhöhte Konzentration von giftigem Kohlenmonoxid in der Luft verantwortlich waren.

Die Rettungskräfte hatten die Frau am Samstag außerhalb des Gebäudes im Landkreis Rhön-Grabfeld gefunden, die Männer waren noch in der früheren Kaserne und gar nicht oder nur sehr eingeschränkt ansprechbar.

Die Polizei geht davon aus, dass das Trio dort übernachtet hat. Wahrscheinlich haben demnach an der Feier in der Nacht zum 1. Mai, die wegen der Corona-Auflagen eigentlich nicht erlaubt war, mehr als zehn Menschen teilgenommen.

Die Feuerwehr hatte am Samstag bereits die Luft in dem Gebäude analysiert und eine stark erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gemessen. Um die genaue Ursache für den Tod des 22-Jährigen festzustellen, soll die Leiche obduziert werden.

Im Januar 2017 waren nahe dem unterfränkischen Arnstein (Landkreis Main-Spessart) sechs 18- und 19-Jährige gestorben, nachdem sie in einer Gartenhütte das tödliche, geruchlose Gas versehentlich eingeatmet hatten. Es waren die Abgase eines benzinbetriebenen Stromgenerators.

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