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Land: Für Umgang mit Kampfmittelbelastung im Meer einsetzen

Schwerin  

Land: Für Umgang mit Kampfmittelbelastung im Meer einsetzen

06.05.2021, 11:40 Uhr | dpa

Die Landesregierung soll sich künftig gemeinsam mit den anderen deutschen Küstenländern beim Bund dafür einsetzen, wie mit der Kampfmittelbelastung im Meer umgegangen werden kann. Die verschiedenen Zuständigkeiten müssten auf Bundesebene gebündelt werden, wie aus der am Donnerstag im Landtag in Schwerin beratenen Beschlussempfehlung des Innen- und Europaausschusses hervorgeht. Die Linksfraktion hatte den Antrag ins Parlament eingebracht, der einstimmig angenommen worden ist. Das Risiko der Kampfmittelbelastung in der Ostsee soll regelmäßig auf die Tagesordnung der Ostseeparlamentarierkonferenz gesetzt werden.

Laut Antrag liegen am Meeresboden der Ostsee rund 300 000 Tonnen Munition, hinzukommen demnach bis zu 65 000 Tonnen chemische Kampfstoffmunition. Die Gefahren seien wegen zunehmenden Rostbefalls sowie einer nicht möglichen Bergung vor Ort groß. Vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns sei mit kampfmittelbelasteten Flächen von rund 15 000 Quadratkilometern zu rechnen.

"Die fast zwei Jahre andauernden Beratungen im zuständigen Ausschuss, inklusive einer Anhörung, haben eines ganz klar gemacht: Die umweltschädlichen und giftigen Hinterlassenschaften zweier Weltkriege werden noch weitere Generationen beschäftigen", sagte der Linken-Landtagsabgeordnete Wolfgang Weiß.

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