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Ministerin: Gute Chancen für baldige Kita-Wiedereröffnung

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Ministerin: Gute Chancen für baldige Kita-Wiedereröffnung

06.05.2021, 15:28 Uhr | dpa

Ministerin: Gute Chancen für baldige Kita-Wiedereröffnung. Stefanie Drese

Sozialministerin Stefanie Drese. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Angesichts sinkender Sieben-Tage-Inzidenzwerte in Mecklenburg-Vorpommern rückt die Wiedereröffnung der Kitas und Horte in greifbare Nähe. "Wenn die Infektionszahlen im Land stabil unter 100 sinken, können die Einrichtungen eine Woche später wieder geöffnet werden", sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in MV seit Tagen rückläufig und erreichte am Mittwoch 102,1. Die Kitas sind seit dem 19. April geschlossen, nachdem der landesweite Inzidenzwert über die Marke von 150 gestiegen war. Laut der Corona-Verordnung des Landes für die Kitas muss der Wert sieben Tage in Folge unter 100 liegen, bevor sie wieder öffnen können.

Drese zufolge sind die Voraussetzungen für die Kitas gut. Momentan gebe es nur noch in 28 Einrichtungen ein Infektionsgeschehen. "Und dies sind fast durchgängig Einzelfälle ohne Folgeinfektionen, da sehr schnell die Kontakte ermittelt und die Infektionsketten durchbrochen werden können." Infektionen innerhalb der Kitas gebe es kaum.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) sind in den 28 Einrichtungen 37 Corona-Fälle gezählt worden. 30 seien auf Kinder zurückzuführen, sieben auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Landesweit gibt es nach Ministeriumsangaben rund 1100 Kitas.

Alle rund 15 000 Kita- und Hortmitarbeiter im Land haben Drese zufolge ein Impfangebot erhalten. Wie viele es wahrgenommen haben, ist nicht klar. Bei speziellen Impfterminen für den Bereich seien rund 8000 Kita- und Hortmitarbeiter geimpft worden, sagte die Ministerin. Wie viele sich beim Hausarzt oder in einem Impfzentrum privat impfen ließen, ist demnach nicht bekannt. Nicht überall im Land hat es spezielle Impfaktionen mit mobilen Teams für Kita-Mitarbeiter gegeben.

Die Ministerin kündigte Gespräche zu Öffnungsperspektiven für die Kitas für kommenden Montag mit den Landräten und Oberbürgermeistern an. Dann soll über die Rahmenbedingungen und ein Testkonzept gesprochen werden. In der Notbetreuung, die Kitas derzeit nur anbieten dürfen, sind Drese zufolge aktuell rund 40 Prozent der regulär angemeldeten Kinder.

Die Schulen im Land sind derzeit ebenfalls noch grundsätzlich geschlossen. Eine Notbetreuung für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 ist vor Ort gewährleistet. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hatte Ende April angekündigt, dass es erst Lockerungen bei den Schulregelungen geben soll, wenn die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz eine Woche unter dem Wert von 100 liegt.

Indes sind seit Beginn der Corona-Schnelltests an den Schulen 284 Ergebnisse positiv ausgefallen: bei 227 Schülerinnen und Schülern sowie 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie die Bildungsministerin am Donnerstag im Landtag sagte.

Bislang seien 411 794 Tests genommen worden, darunter 343 714 von Schülern und 68 080 von Beschäftigten. Wie viele der positiven Schnelltests durch den notwendigen PCR-Test bestätigt worden sind, war zunächst nicht bekannt. Laut Bildungsministerin gibt es seit dem 17. März im Nordosten Corona-Schnelltests an den Schulen, eine Testpflicht besteht seit Ende April. Wer in die Schule geht, muss sich zweimal die Woche testen.

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