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Magdeburger Außengastronomie startet: Infektionszahl sinkt

Magdeburg  

Magdeburger Außengastronomie startet: Infektionszahl sinkt

08.05.2021, 09:47 Uhr | dpa

Magdeburger Außengastronomie startet: Infektionszahl sinkt. Außengastronomie im Harz

Leere Tische und Stühle stehen vor einem Restaurant. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Magdeburger Gastronomen machen nach und nach von der neuen Möglichkeit Gebrauch, seit Sonntag im Freien wieder für Gäste öffnen zu dürfen. Viele posteten allerdings in den sozialen Netzwerken, dass sie noch ein paar Tage für die Vorbereitungen benötigten, und boten zunächst weiter Getränke und Speisen zum Mitnehmen an. Mathias Fangohr startete mit seinem Café im Kloster Unser Lieben Frauen, ließ das Restaurant mit Freisitz am Schauspielhaus aber noch zu. Der Aufwand sei dort mit Kühlung und Einkauf und Produktion deutlich größer. Das Café als eine Art Testballon habe funktioniert, sagte Fangohr am Sonntagnachmittag. Die Gäste hätten sich vorab testen lassen oder nähmen einen der bereitgehaltenen Selbsttests in Anspruch. "Wir merken, es funktioniert. Die Leute genießen das Stück Freiheit."

In Magdeburg fallen seit Sonntag die Corona-Regeln der Bundes-Notbremse weg. Die Sieben-Tage-Inzidenz dort hatte bereits fünf Wochentage in Folge unter der 100er-Marke gelegen. Nach Samstag (68,8) wies das RKI auch am Sonntag wieder einen vergleichsweise geringen Sieben-Tage-Wert von 59,8 für die Landeshauptstadt aus. Dort enden nun die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, es dürfen sich wieder deutlich mehr Menschen treffen und die Außengastronomie darf wieder öffnen.

Gäste brauchen aber einen negativen Corona-Test, wenn sie nicht vollständig geimpft oder nachweislich genesen sind. Möglich ist, vor Ort einen Selbsttest zu machen. Von Montag an ist erneut das Einkaufen im Einzelhandel möglich - mit Termin, aber ohne Test.

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche weiter leicht gesunken. Das RKI meldete am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 122,1 nach 123,3 am Samstag und 128,9 am Freitag. Binnen 24 Stunden wurden den Angaben zufolge 310 neue Infektionen sowie ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus gezählt.

Auf ähnliche Lockerungen wie in Magdeburg müssen die Bewohner anderer Kreise noch warten. Der Landkreis Börde hat den Wert von 100 bereits an drei aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten. Am Sonntag, der nicht mitzählt, lag die Sieben-Tage-Inzidenz allerdings wieder darüber bei 104,1. In Halle unterdessen, wo die Bundes-Notbremse weiter gilt, können sich die Bürgerinnen und Bürger auf Lockerungen einstellen. Sie können wieder mit Termin einkaufen gehen, müssen aber einen negativen Test nachweisen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Die Stadt kündigte weiterhin an, dass ab Montag Kitas und Horte in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren.

Seit Samstag gilt die neue sachsen-anhaltische Corona-Landesverordnung. Demnach können Landkreise und kreisfreie Städte, deren Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt, die Außengastronomie wieder öffnen. Auch Urlaube in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sind dann wieder möglich. Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen im Freien Veranstaltungen mit bis zu 100 Gästen anbieten.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga erwartete bei der Öffnung der Außengastronomie in Sachsen-Anhalt einen Ansturm. "Viele Menschen haben Sehnsucht danach, sich mal wieder irgendwo hinsetzen zu können und sich bedienen zu lassen", sagte Dehoga-Landeschef Michael Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Die Situation sei aber für Gastronomen noch immer riskant. "Keiner weiß ja, wie lange er öffnen kann", sagte der Hotelier mit Blick auf die Regeln der Bundes-Notbremse. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz nämlich wieder über 100, müssen die Lokale wieder schließen. "Dann hat man Ware gekauft und steht am Ende ziemlich alleine da." Der Großteil der Branche - etwa Hotels oder Gastronomen, die keine Außenanlagen haben - hätten außerdem nach wie vor keine Perspektive, kritisierte Schmidt.

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