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Ansturm auf elektronischen Impfpass: Verbesserte Situation

Weimar  

Ansturm auf elektronischen Impfpass: Verbesserte Situation

13.05.2021, 14:36 Uhr | dpa

Der seit Mittwoch in Thüringen abrufbare elektronische Nachweis für Corona-Impfungen ist heiß begehrt. Seit dem Start der Abrufmöglichkeit am Mittwochvormittag bis in den Himmelfahrtstag hinein habe es rund 60 000 Zugriffe auf das Terminvergabeportal "www.impfen-thueringen.de" zwecks Download gegeben, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Allein bis Mittwochmittag seien es 10 000 gewesen. Der Nachweis in Gestalt eines PDF-Dokuments mit QR-Code kann seit Mittwochvormittag auf dem Terminvergabeportal auf das Smartphone oder den PC heruntergeladen werden.

Thüringen testet den elektronischen Nachweis zur Vorbereitung auf die in den nächsten Wochen erhoffte bundesweite Impf-App in einem Pilotprojekt, an dem auch Brandenburg beteiligt ist. Auf dem PDF-Dokument, das auch ausgedruckt werden kann, sind der Name der Geimpften und der verabreichte Impfstoff sowie Ort und Datum der Einzelimpfungen enthalten. Es gilt nur in Verbindung mit dem Personalausweis und soll als Ergänzung zum Eintrag im gelben Impfausweis dienen. Abgerufen werden kann es vorerst nur von Menschen, die in den regionalen Impfstellen und den großen Impfzentren des Landes gegen Covid-19 immunisiert wurden. Für in Arztpraxen Geimpfte ist dies noch nicht möglich. Der Nachweis soll fälschungssicher sein.

Die Impfungen wurden auch am Himmelfahrtstag fortgesetzt. Etwa 10 000 Termine würden derzeit täglich angeboten, das gelte auch für den Feiertag, sagte Mertz.

Derweil ist in Thüringen anders als etwa in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin vorerst nicht geplant, die Impf-Reihenfolge (Priorisierung) für alle verfügbaren Impfstoffe bei Ärzten freizugeben. Das Land setze hier auf ein bundesweit abgestimmtes und möglichst einheitliches Handeln, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. "Wir rechnen damit, dass mit den angekündigten Liefermengen auch in Thüringen die Impfpriorisierung im Juni aufgehoben werden kann", erklärte eine Ministeriumssprecherin. Aufgehoben wurde die Reihenfolge in Thüringen bislang nur für die Immunisierung mit dem Vakzin von Astrazeneca in den Arztpraxen.

Die leichte Entspannung der Corona-Situation in Thüringen hat sich am Donnerstag fortgesetzt, dennoch bleibt der Freistaat das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Der Inzidenzwert, der die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, sank nach Angaben der Staatskanzlei am Donnerstag auf 162,4 (Bund: 103,6). Unter dem für Lockerungen der Pandemiebestimmungen entscheidenden Schwellenwert von 100 lagen mit Jena (98), Suhl (92) und Weimar (97) drei kreisfreie Städte. Dagegen wiesen die Kreise Gotha (250), Hildburghausen (234), Sonneberg (203) und der Wartburgkreis (200) Inzidenzwerte von 200 und mehr auf.

In Suhl sollen die Schulen vom kommenden Montag an wieder den eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen. Unterrichtet wird dann erneut in festen Gruppen und im Wechselmodell, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Kindergärten sollen bereits ab Freitag wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen.

Von Mittwoch zu Donnerstag wurden in Thüringen 653 neue Infektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle überstieg die Marke von 4000. Seit Pandemie-Beginn starben 4032 mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Menschen. Infiziert haben sich bislang rund 123 300 Menschen, von denen etwa 111 500 als wieder genesen gelten.

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