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Neuer Theater-Intendant für mehr Dialog mit Gesellschaft

Eisenach  

Neuer Theater-Intendant für mehr Dialog mit Gesellschaft

20.05.2021, 12:15 Uhr | dpa

Der designierte Intendant für das Landestheater Eisenach möchte das Haus nachhaltiger gestalten. "Das Thema Nachhaltigkeit kann man auch darauf übertragen, gut miteinander umzugehen, um für die Zukunft aufgestellt zu sein - ich will, dass auch das Theater Zukunft hat", sagte Jens Neundorff von Enzberg zur Vorstellung der neuen Spielzeit am Donnerstag. Neundorff übernimmt ab 2021/22 die Intendanz sowohl in Eisenach als auch am Staatstheater in Meiningen. Ihm gehe es auch darum, das Theater in der Gesellschaft der Wartburgstadt zu festigen, so Neundorff. Unter anderem plant er dafür, das Format "Zwischenruf". Dabei soll sich das Publikum zu Wort melden können und ein Austausch entstehen.

Nachhaltigkeit findet sich in der Spielzeit für das Junge Theater auch in Form von Recycling-Materialien und Doppelbühnenbilder wieder. Die neue Leiterin Jule Kracht will zudem Angebote für die jüngsten Besucher ab zwei Jahren machen. Erstmals soll seit der Abschaffung der Musiktheatersparte mit Bachs "La clemenza di Scipione" wieder eine Oper produziert werden. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Meiningen, Puppenspiel soll dabei eingesetzt werden.

Mit Blick auf die Produktionen für die nächste Spielzeit sagte Neundorff: "Wir haben versucht das Programm so opulent wie möglich zu gestalten - aber die Mittel des Hauses sind nicht opulent." Mitarbeiter erhalten durch ihren Haustarifvertrag weniger Gehalt als Mitarbeiter anderer Theater, die nach Tarif bezahlt werden. An vielen Stellen habe es bei dem Haus Einsparungen gegeben, bis nur noch das Junge Theater und das Ballett übrig blieben, so Neundorff. "Eisenach ist für mich nicht das Stiefkind, ich wollte das."

Drittmittel sollen die Situation verbessern. Ein erster Schritt dahin sei schon getan: Das Theater sei nun Teil der Weltvereinigung der Kinder- und Jugendtheater. Als Mitglied kann es Fördermittel beantragen und ist nun international in der Szene vernetzt.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte Neundorff: "Ich gehe fest davon aus, ab Herbst im normalen Zustand Spielbetrieb zu haben - die Frage ist aber, wie das Publikum das Angebot annehmen wird." Er mache sich Gedanken, ob Zuschauer Bedenken haben werden, in den Theatersälen zusammen zu sitzen.

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