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Nach qualvollem Tod von Rindern: Weitere 50 Tiere gestorben

Rothenburg ob der Tauber  

Nach qualvollem Tod von Rindern: Weitere 50 Tiere gestorben

26.05.2021, 11:28 Uhr | dpa

Nach qualvollem Tod von Rindern: Weitere 50 Tiere gestorben. 150 Rinder verendet

Außenansicht des Mastbetriebes, in dem die Rinder verendeten. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem qualvollen Tod von etwa 150 Rindern in einem Mastbetrieb in Mittelfranken sind nun auch die restlichen Tiere tot. "Davon waren einige in so einem schlechten Zustand, dass sie eingeschläfert wurden. Man musste sie schnell von ihrem Leid erlösen", sagte Polizeisprecher Michael Petzold am Mittwoch. Die übrigen Rinder seien notgeschlachtet worden, um ihnen weitere Qualen zu ersparen.

Die Polizei hatte nach einem anonymen Hinweis in dem Stall bei Rothenburg ob der Tauber am Pfingstsonntag etwa 150 verendete und 50 noch lebende Rinder entdeckt. Sie ermittelt gegen den Landwirt wegen des Verdachts der Tierquälerei, weil er die Rinder möglicherweise vernachlässigt hat.

Die Ermittlungen ergaben nach Angaben von Petzold inzwischen, dass es keine Anhaltspunkte für einen technischen Defekt im Stall gibt, der dazu geführt hätte, dass die Rinder nicht ausreichend Futter und Wasser bekommen hätten. "Das stützt den Verdacht, dass er die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht versorgt hat", sagte Petzold. Die Gründe dafür seien nach wie vor unklar.

Weitere Auskünfte zum Fortgang der Ermittlung und der Befragung des Landwirts wollte der Polizeisprecher wegen des laufenden Verfahrens nicht geben.

Die Grünen im bayerischen Landtag forderten angesichts des qualvollen Tods der Rinder eine Reform der Kontrollen von Nutztierhaltern. "Ein Vorbild sollten hier die regelmäßigen Kontrollen bei zertifizierten Öko-Betrieben sein, die jährlich und teils über mehrere Tage durchgeführt werden", teilte der Sprecher für Tierwohl, Paul Knoblach, in München mit.

Wie bei den Öko-Betrieben müssten auch in der konventionellen Haltung private Kontrollinstitute eingesetzt werden, die von den Landesbehörden beaufsichtigt werden. "Das muss organisiert und machbar sein, ganz ohne hoffnungslose Überforderung der Veterinärämter", sagte Knoblach.

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