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Goretzka will Prominenz nutzen: Kein Fußball den Faschisten

Seefeld in Tirol  

Goretzka will Prominenz nutzen: Kein Fußball den Faschisten

28.05.2021, 14:38 Uhr | dpa

Goretzka will Prominenz nutzen: Kein Fußball den Faschisten. Leon Goretzka

Deutschlands Leon Goretzka nimmt den Ball an. Foto: Stefan Constantin/dpa/archivbild (Quelle: dpa)

Leon Goretzka will sich als prominenter Fußball-Nationalspieler verstärkt in den Kampf gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit einbringen. "Das berührt mich sehr. Und ich werde weiter bei jeder Gelegenheit dazu Stellung beziehen", sagte der Profi des FC Bayern München im Interview des Kundenmagazins der Deutschen Bahn, das zum Start der EM-Vorbereitung des DFB-Kaders in Seefeld in Tirol erschien. Goretzka kann derzeit nach einem Muskelfaserriss noch nicht mit der DFB-Mannschaft trainieren.

"Mannschaftssport ist ja das perfekte Sinnbild dafür, wie eine Gesellschaft funktionieren sollte: Es ist egal, wo du herkommst, welche Sprache du sprichst und was für eine Kultur du lebst. Und ich wünsche mir, dass das auch zu 100 Prozent für unser Land gilt", betonte Goretzka. Der Münchner will die öffentliche Aufmerksamkeit und die Reichweite nutzen, die ihm der sportliche Erfolg beschert.

Auf einem Foto im Magazin "DB mobil" schwenkt der 26-Jährige eine Fahne mit der Aufschrift: "kein fußball den faschisten". Die üblen rassistischen Beleidigungen, die seine Nationalmannschaftskollegen Leroy Sané und Ilkay Gündogan beim Länderspiel gegen Serbien im März 2019 erlebten, hätten ihn schockiert. "Das war die Initialzündung, mich jederzeit klar und deutlich zu äußern", sagte Goretzka.

Klar stellte sich der gebürtige Bochumer mit Blick auf die Bundestagswahl in diesem September gegen die AfD, "die in der Pandemie wiederholt bewiesen hat, dass sie keine Alternative ist". Wenn er für sein Land spiele, möchte er auch für "unsere Werte und Verfassung" spielen, sagte Goretzka: "Nicht für ein Land, das in Geschichte nicht aufgepasst hat. Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Demokratie, nicht der Rechten."

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