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Magdeburg schlägt Halle im Landespokal

Halberstadt  

Magdeburg schlägt Halle im Landespokal

30.05.2021, 10:54 Uhr | dpa

Magdeburg schlägt Halle im Landespokal. 1. FC Magdeburg - Hallescher FC

Der Magdeburger Baris Atik (3.v.l) jubelt nach dem Tor zum 3:2 mit Adrian Malachowski. Foto: Ronny Hartmann/dpa (Quelle: dpa)

Arm in Arm verließ Magdeburgs Sportdirektor Otmar Schork mit Baris Atik den Rasen des Friedensstadions in Halberstadt. Der 1. FCM hatte den Landesrivalen Hallescher FC am Samstag im Qualifikationsspiel für die erste Runde des DFB-Pokals mit 3:2 (2:0) bezwungen. Und maßgeblichen Anteil daran hatte der 26-jährige Mittelfeldspieler, der in dieser Partie den Unterschied ausmachte und der stärkste Spieler auf dem Platz war.

Atik bereitete die ersten beiden Treffer von Kai Brünker (37.) und Florian Kath (38.) mustergültig vor und hatte auch eine Aktie am 3:2-Siegtor. Er stand bei einer Eingabe von Raphael Obermair direkt hinter dem halleschen Unglücksraben Stipe Vucur (86.), der die Kugel unter Druck in den eigenen Kasten beförderte.

"Das war eine geschlossene Teamleistung und beeindruckend, wie die Mannschaft den 2:2-Ausgleich weggesteckt hat und zurückgekommen ist", sagte FCM-Trainer Christian Titz. Für Atik hatte er ein Sonderlob parat: "Baris ist brandgefährlich in der vorderen Linie. Wie er die Bälle verteilt, ist schon überragend." Ob die Blau-Weißen auch in der kommenden Saison auf den zweitligaerfahrenen Leistungsträger bauen können, ist jedoch offen. Der Vertrag von Atik, den die Magdeburger in der Winterpause verpflichtet hatten, läuft aus.

Unter Titz fand der in der Hinrunde vereinslose Kicker wieder zu alter Klasse zurück. Sieben Tore und acht Vorlagen steuerte er zur überragenden Rückrunde der Magdeburger bei, die damit den kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt schafften. Atik selbst steigerte damit wieder seinen Marktwert. "Es wird nicht einfach sein, einen Spieler wie Atik zu halten, wenn Angebote aus höheren Ligen kommen. Der Junge weiß aber auch, welchen Stellenwert er bei uns genießt und welche Rückendeckung er besitzt", sagte Schork, der die Vertragsgespräche als vielversprechend bezeichnet.

Während Atik mit seinen Teamkollegen den 3:2-Erfolg ausgelassen feierte, herrschte im Lager des Halleschen FC die pure Niedergeschlagenheit nach der ersten Niederlage in dieser Saison gegen den Erzrivalen. "Wir haben eine extrem gute zweite Halbzeit hingelegt, sind nun aber extrem enttäuscht", sagte Kapitän Jonas Nietfeld. Die Saalestädter kamen erst nach dem Anschlusstreffer richtig auf Touren und brachten den Kontrahenten in ernste Bedrängnis. Doch mit zwei Schlafeinlagen geriet der HFC auf die Verliererstraße. "Besonders das 0:2 hat uns hart getroffen. Nun überwiegt bei uns der Frust" bilanzierte Schnorrenberg.

Ob die Blau-Weißen im DFB-Pokal antreten dürfen, ist noch offen. Das Verbandsgericht des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt hatte die Pokallösung am Freitag gekippt. Ursprünglich sollte der Wettbewerb eingefroren und in der Saison 2021/22 fortgesetzt werden. Achtligist SV Graf Zeppelin Abtsdorf hatte dagegen geklagt, war in erster Instanz unterlegen und hatte Berufung eingelegt. Das Verbandsgericht hat die Berufung zwar zurückgewiesen, gleichzeitig aber auch den Verbandsbeschluss gekippt. Der Fall wird an diesem Montag vor dem Schiedsgericht des FSA verhandelt. FSA-Geschäftsführer Frank Pohl will an der Lösung festhalten und erklärte am Samstag: "Einen Losentscheid soll es definitiv nicht geben. Der Verband muss bis zum Ablauf der Frist am 1. Juli den Teilnehmer am DFB-Pokal ermitteln oder benennen. Sonst droht die DFB-Pokalsaison 2021/22 ohne einen Vertreter aus Sachsen-Anhalt.

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