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Keine Hallenbäder-Öffnung: Thermen sehen sich benachteiligt

Koblenz  

Keine Hallenbäder-Öffnung: Thermen sehen sich benachteiligt

02.06.2021, 10:51 Uhr | dpa

Keine Hallenbäder-Öffnung: Thermen sehen sich benachteiligt. Thermen kritisieren andauernde Schließung

Die Becken der Emser Therme sind menschenleer. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die rheinland-pfälzischen Thermen fühlen sich bei den an diesem Mittwoch in Kraft getretenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen übergangen. Die unterschiedliche Behandlung von Hallenbädern und Schwimmbereichen in Hotels, die öffnen dürfen, und denen in Thermen und Badehäusern, die das nicht dürfen, sei unverständlich, sagte Guido Orthen, Vorsitzender der Sektion Heilbäder und Kurorte des Tourismus- und Heilbäderverbands Rheinland-Pfalz, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Die Thermen haben im letzten Jahr bewiesen, dass sie durch Kontakterfassung und die Umsetzung der Hygienekonzepte sowie die Einhaltung der vorgegebenen Personenbegrenzung kontrolliert öffnen können und nicht zum Infektionsgeschehen beitragen."

Er ergänzte: "Wir freuen uns, dass es nun endlich wieder Öffnungsperspektiven für Saunen gibt. Auch die Perspektiven für die Öffnung der Wellnessbereiche und Hallenbäder der Hotels begrüßen wir." Die niedrigeren Inzidenzzahlen ließen dies auch zu. Nun wünschten sich die Heilbäder und Kurorte, auch die Thermen und Badehäuser mit ihren Thermalwässern für Genesene, Getestete und Geimpfte wieder öffnen zu dürfen. Deren Angebot sei zudem für die Gesundheitsvorsorge der örtlichen Bevölkerung bedeutend.

Die Thermen in Rheinland-Pfalz sind seit vergangenem November geschlossen. Der Heilbäderverband warnt, dass Thermen und Bäderhäusern bei länger andauernden Schließungen sogar das endgültige Aus drohe. Jeder Monat Schließung bedeute erhebliche wirtschaftliche Umsatzeinbußen. Die Thermen spielten zudem gerade für die Heil- und Kurorte auf dem Land eine wichtige wirtschaftliche Rolle.

Die Landesregierung hatte es am Dienstag zwar Hotels erlaubt, Saunen, Hallenbäder und Wellnessangebote wie Kosmetik wieder zu öffnen. Auch Freibäder und Badeseen dürfen mit einer Kapazitätsbeschränkung auf 50 Prozent und anderen Auflagen wieder öffnen. Das gilt ebenfalls für Saunen - allerdings mit Testpflicht. Doch nach Angaben des Heilbäderverbandes sind Thermen kaum wirtschaftlich zu führen, wenn sie lediglich den Außenbereich öffnen dürften, da Aufwand, Betrieb, Personalkosten und Hygienekonzeptkosten nicht im Verhältnis zu den Einnahmen stünden.

So erklärt beispielsweise die Vulkaneifel Therme in Bad Bertrich (Landkreis Cochem-Zell) auf ihrer Homepage: "Leider haben wir noch immer keinen Termin für eine Wiedereröffnung der Vulkaneifel Therme." Auf Grund des Beschlusses der Landesregierung dürften Saunen zwar öffnen, Hallenbäder und Thermen aber nicht. "Eine Öffnung nur des Saunabereichs ist bei uns leider nicht möglich. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Öffnungsschritten Mitte Juni oder Anfang Juli endlich berücksichtigt werden." Auch auf den Seiten der Emser Therme in Bad Ems (Rhein-Lahn-Kreis) und der Ahr Thermen in Bad Neuenahr-Ahrweiler hieß es, dass die Anlagen weiter geschlossen bleiben müssten.

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