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Werften-Hilfe: Erleichterung nach positivem Votum des Bundes

Wismar  

Werften-Hilfe: Erleichterung nach positivem Votum des Bundes

03.06.2021, 16:11 Uhr | dpa

Werften-Hilfe: Erleichterung nach positivem Votum des Bundes. IG Metall

Manuela Schwesig (SPD) (l-r), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, wird von Daniel Friedrich und Stefan Schad von der IG Metall zu einer Kundgebung begrüßt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die endgültige Zusage der Bundesregierung für weitere Millionen-Hilfen für die MV Werften ist bei der IG Metall Küste mit großer Erleichterung aufgenommen worden. "Mit dem Kredit des Bundes und dem damit greifenden Sozialtarifvertrag werden die drei Standorte Rostock, Stralsund und Wismar als funktionsfähige Werften gesichert", sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich am Donnerstag. Allerdings beinhalte die Vereinbarung auch den Abbau von 650 der knapp 3000 Stellen. Den betroffenen Mitarbeitern werde der Wechsel in Transfergesellschaften angeboten, in denen sie für neue Aufgaben qualifiziert und damit vor direkter Arbeitslosigkeit geschützt würden. Ein zunächst geplanter größerer Stellenabbau habe verhindert werden können.

Doch mahnte Friedrich weitere Schritte zur langfristigen Rettung der MV Werften an. "Für eine Perspektive sind jedoch weitere Aufträge wie Endeavor 2 und Global 2 oder neue Geschäftsfelder entscheidend. Darauf müssen sich nun alle Anstrengungen konzentrieren", betonte er. Das eisgängige Luxusschiff Endeavor 1 ist fertig und soll in Kürze in Dienst gestellt werden. Die Bundeshilfe über 300 Millionen Euro soll dafür genutzt werden, die für den asiatischen Kreuzfahrtmarkt bestimmte Global 1 für 9000 Passagiere bis 2022 fertig zu bauen.

Mit der nun beschlossenen Freigabe von 300 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes bestehe nun Planungssicherheit für den Werftenverbund, betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Doch auch er forderte Anschlussaufträge, am besten vom Mutterkonzern Genting Hongkong. Priorität habe der Weiterbau des Schwesterschiffes Global 2, da damit am schnellsten Anschlussbeschäftigung möglichen werde. Glawe kündigte für die kommenden Wochen weitere Gespräche mit der Bundesregierung über die Finanzierung von Anschluss-Projekten an.

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