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B207: Nabu und Aktionsbündnis ziehen Ausbau-Klagen zurück

Schleswig  

B207: Nabu und Aktionsbündnis ziehen Ausbau-Klagen zurück

08.06.2021, 17:02 Uhr | dpa

B207: Nabu und Aktionsbündnis ziehen Ausbau-Klagen zurück. Justitia

Eine Bronzefigur der Justitia steht mit Waage und Schwert in den Händen auf einem Brunnen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In der juristischen Auseinandersetzung um den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 207 im Zuge des Baus der festen Fehmarnbeltquerung hat das Land Schleswig-Holstein zwei Hürden genommen. Der Naturschutzbund (Nabu) und das Aktionsbündnis haben ihre Klagen gegen den Ausbau zwischen Heiligenhafen und Puttgarden (Kreis Ostholstein) zurückgezogen, wie die Beteiligten am Dienstag mitteilten. Damit ist nur noch die Klage der dänischen Fährreederei Scandlines offen.

Landesregierung und Nabu einigten sich auf einen außergerichtlichen Vergleich. Amphibien, Watvögel, Reptilien und die vom Aussterben bedrohte Pflanze Kriechender Scheiberich sollen besser geschützt werden. "Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Hinterland-Anbindung des Belttunnels", sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Nabu-Beltexperte Malte Siegert betonte, "wir bleiben grundsätzlich besonders wegen des enormen Anteils der Straße beim Vorhaben der Fehmarnbeltquerung nicht überzeugt". Nun würden zumindest wesentliche Forderungen für einen naturverträglicheren Bau der Hinterlandanbindung erfüllt.

Laut Ministerium soll bei Großenbrode eine 4,5 Hektar große Fläche dauerhaft dem Naturschutz gewidmet werden. Zudem sollen bereits vorgesehene Ausgleichsflächen aufgewertet werden. Außerdem soll auf einem Teil der Strecke das Tempo zeitweise auf 80 Kilometer pro Stunde gedrosselt werden. "Auf diese Weise können Lärm und Stickstoffemissionen verringert und ein schnellerer Erfolg der Naturschutzmaßnahmen erreicht werden", sagte Siegert.

Dem Aktionsbündnis gegen die Feste Fehmarnbeltquerung hatte das Land am Montag vor dem Oberverwaltungsgericht Verbesserungen beim Entwässerungskonzept zugesagt. Daraufhin zog das Bündnis die Klage zurück. Geplant ist auch ein Wildschutz-Zaun auf dem westlichen Abschnitt der B207, sofern die Deutsche Bahn auf dem östlichen Abschnitt ebenfalls einen errichtet. "Und darauf werden wir hinwirken", sagte Buchholz.

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