Sie sind hier: Home > Regional >

Caffier mahnt zu mehr Bürgernähe in der Politik

Schwerin  

Caffier mahnt zu mehr Bürgernähe in der Politik

11.06.2021, 11:55 Uhr | dpa

Caffier mahnt zu mehr Bürgernähe in der Politik. Lorenz Caffier

Lorenz Caffier, Ex-Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Der langjährige CDU-Landtagsabgeordnete und frühere Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, hat Parlament und Regierung ermahnt, ihr Wirken stärker an Bedürfnissen und Sorgen der Bürger auszurichten. "Mein Eindruck ist oftmals, dass man sich mit Dingen beschäftigt, die nicht die Menschen im Land bewegen", sagte Caffier (66) am Freitag in einer Abschiedsrede im Landtag in Schwerin. Er gehört dem Parlament von Anfang an seit 1990 an, stellt sich im September aber nicht zur Wiederwahl.

Grundsatzdiskussionen über gendergerechte Sprache etwa überdeckten, dass die Gleichstellung von Frau und Mann oft weiter sei als dargestellt. "Frauen spielen in der Politik, in Polizei, Verwaltung, und Kommunen eine große Rolle. Und das eben alles auch ohne Sternchen", sagte Caffier.

Wer E-Mobilität erreichen wolle, dürfe nicht nur auf Gutverdiener in Großstädten schauen, sondern müsse auch Lösungen für Familien auf dem Lande finden. "Politik muss nah am Menschen sein, egal wie kompliziert das Thema ist. Wir müssen erläutern, erklären und überzeugen. Und das macht man nicht mit Powerpoint in dunklen Zimmern, sondern im Gespräch mit den Nachbarn", betonte der CDU-Politiker, der Ende 2020 nach einem fragwürdigen Waffenkauf als Minister zurückgetreten war.

Caffier warb auch für einen respektvollen Umgang mit politischen Konkurrenten. "Wir sollten aufhören, unseren Mitbewerbern Ehre, Anstand und Charakter abzusprechen, nur weil sie eine andere politische Auffassung haben. Ausgenommen natürlich extremistische Ansichten", betonte Caffier. In seiner Amtszeit als Minister galt er als entschiedener Befürworter des NPD-Verbots, zu dem es aber nicht kam.

Es gelte, im Interesse des Landes "kritisch, gerne auch pointiert, aber vor allem stets konstruktiv um den richtigen Weg" zu ringen. Den Bürgern müsse wieder mehr Vertrauen entgegengebracht werden. "Wir brauchen keine Überregulierung. Wir brauchen keine Berliner Diskussion über die Mündigkeit der Wähler im Osten", sagte Caffier weiter.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: