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Debatte um Neustart an den Schulen

Schwerin  

Debatte um Neustart an den Schulen

11.06.2021, 15:21 Uhr | dpa

Debatte um Neustart an den Schulen. Debatte um Neustart an den Schulen

Ein Schild weist in einer Schule auf die Maskenpflicht hin. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild/Archiv (Quelle: dpa)

Die Linksfraktion im Landtag sieht die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern nur unzureichend darauf vorbereitet, die in der Corona-Pandemie entstandenen Lerndefizite gezielt abzubauen. "Wir brauchen einen Fahrplan, wie die Kinder und Jugendlichen aufgefangen werden können und der verpasste Unterricht am wirksamsten nachgeholt werden kann", sagte Linksfraktionschefin Simone Oldenburg am Freitag im Landtag in Schwerin.

Die Landesregierung müsse unverzüglich die dringend erforderliche Hilfe für Kinder und Jugendliche auf den Weg bringen. Dabei gelte es, die schon vorliegenden Vorschläge von Pädagogen, Schülern und Eltern aufzugreifen, um so auch Akzeptanz für die erforderlichen Schritte zu schaffen. Zur Beseitigung der Wissenslücken und für die individuelle Förderung seien zudem 300 zusätzliche Lehrkräfte nötig, so Oldenburg.

Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) verwies in der Debatte darauf, dass bereits Vorkehrungen getroffen seien, um altersgerechte Hilfe zu gewährleisten. "Mit einem klugen Konzept müssen wir den Anschluss aller Schüler sichern. Deshalb hat die Landesregierung das Aktionsprogramm "Stark machen, Anschluss sichern" aufgelegt, das vielfältige Maßnahmen umfasst", sagte Martin. Für die Umsetzung stünden 38 Millionen Euro bereit, je zur Hälfte finanziert von Bund und Land. Fünf Millionen Euro zusätzlich würden für die Schulsozialarbeit bereitgestellt.

Das Aktionsprogramm umfasse unter anderem Nachhilfe über die Sommerferien durch private Anbieter, die freiwillig in Anspruch genommen werden könne. Zudem gebe es erneut kostenfreie Schwimmkurse für jüngere Schüler, für die vielfach der Schwimmunterricht ausgefallen sei. Die ersten vier Wochen im neuen Schuljahr würden als Anschlusswochen gestaltet, in denen Schüler wieder an den Schulalltag herangeführt würden und in denen es individuelle Lernstandserhebungen gebe. "Es wird keine atemlose Aufholjagd geben an den Schulen, die alle überfordert. Es geht darum, die Kinder Schritt für Schritt an die Bildungslaufbahn heranzuführen", erklärte Martin.

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