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Bischof: Religionsunterricht wurde in Krise benachteiligt

Verchen  

Bischof: Religionsunterricht wurde in Krise benachteiligt

13.06.2021, 15:39 Uhr | dpa

Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, Tilman Jeremias, hat eine Benachteiligung des Religionsunterrichts in der Corona-Krise beklagt. "Religion kann pausieren, hieß es. Ich würde dagegenhalten: Nie war Religionsunterricht wichtiger, denn er als erster ist Ort, wo verunsicherte und mehr und mehr traumatisierte Schülerinnen und Schüler Raum und offene Ohren für ihre bedrängende Situation finden", sagte er bei einem Gottesdienst für Religionslehrkräfte am Sonntag in Verchen am Kummerower See (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Die Vorsitzende des Religionslehrerverbands Mecklenburg-Vorpommern, Anne Merkel, betonte, Religionsunterricht sei mehr als ein Schulfach. "Die Schülerinnen und Schüler erleben im Religionsunterricht, akzeptiert zu werden, so wie sie sind - unabhängig davon, wie sie aussehen, wie ihre Beliebtheit ist oder ihre Schulnoten sind." Diese Schulstunde biete der Seele einen Raum, frei zu sein und tue etwas Gutes für den Geist.

Dem Verband gehören den Angaben zufolge 100 der rund 600 Religionslehrkräfte im Land an. Im Nordosten besuchen etwa 40 Prozent aller Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse den Religionsunterricht, in den höheren Klassen seien es knapp 50 Prozent - wobei die wenigsten getauft seien. Bischof Jeremias dankte den Lehrerinnen und Lehrern ausdrücklich für ihre Arbeit während der Corona-Pandemie. "Corona hat uns verordnet, Abstand zueinander zu halten. Nichts erschwert pädagogisches Arbeiten so sehr wie Distanz."

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