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Bis 2035 verliert Sachsen-Anhalt 13 Prozent der Bevölkerung

Halle (Saale)  

Bis 2035 verliert Sachsen-Anhalt 13 Prozent der Bevölkerung

15.06.2021, 15:02 Uhr | dpa

In Sachsen-Anhalt werden im Jahr 2035 voraussichtlich rund 13 Prozent weniger Menschen leben als Ende 2019. Laut der 7. Regionalisierten Bevölkerungsprognose wird die Bevölkerung dann auf etwa 1,901 Millionen Menschen geschrumpft sein, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Halle mitteilte. Ende 2019 hätten hierzulande noch fast 2,195 Millionen Menschen gelebt.

Künftig würden alle kreisfreien Städte und Landkreise weitere Bevölkerungsverluste verzeichnen - die fielen aber sehr unterschiedlich aus, hieß es. Halle etwa werde mit minus fünf Prozent den geringsten Verlust verbuchen, der Landkreis Mansfeld-Südharz mit 19 Prozent den stärksten.

Der unterschiedliche Schrumpfungsprozess in den Regionen beruht den Angaben zufolge auf der Altersstruktur. So hätten Magdeburg und Halle schon 2019 mit 44,6 und 44,0 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter gehabt. Die beiden kreisfreien Städte würden auch künftig deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegen. Der landesweite Altersschnitt werde sich von derzeit 47,4 Jahren auf 49,1 Jahre erhöhen.

Im Jahr 2035 werden in Sachsen-Anhalt laut Prognose 100 Personen im erwerbsfähigen Alter insgesamt 91 junge und alte Personen mitversorgen müssen; 2019 seien es noch 67 zu versorgende Menschen gewesen. Zugleich gehen die jährlichen Geburten der Prognose von derzeit rund 16 600 auf 14 000 im Jahr 2035 zurück. Dahingegen steige die Zahl der jährlichen Sterbefälle bis in das Jahr 2024 von jetzt etwa 32.300 auf 34.000, um dann bis 2035 auf rund 31.600 zurückzugehen. Alles in allem verliert Sachsen-Anhalt durch diese sogenannte natürliche Bevölkerungsbewegung durchschnittlich rund 18.600 Einwohner pro Jahr.

Landesentwicklungsminister Thomas Webel (CDU) wies darauf hin, dass die aktuelle Bevölkerungsprognose eine gemäßigtere Entwicklung zeichnet als vorherige. "Es besteht kein Grund zur Euphorie, aber Sachsen-Anhalt ist auf dem richtigen Weg und die neue Landesregierung darf nicht in den Bemühungen nachlassen, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten."

Webel betonte, es zögen wieder mehr Menschen nach Sachsen-Anhalt. Habe der Wanderungssaldo im Jahr 2017 noch bei 1900 Personen gelegen, seien es 2019 schon rund 2400 gewesen. Diese positive Entwicklung halte voraussichtlich bis zum Jahr 2027 an, werde dann langsam wieder abflachen und später in den negativen Bereich fallen. Laut der Bevölkerungsprognose liege der Wanderungssaldo im Jahr 2035 voraussichtlich bei gut minus 1000 Personen.

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