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Schlachthof gibt nach Tierquälerei-Vorwürfen Betrieb auf

Neuruppin  

Schlachthof gibt nach Tierquälerei-Vorwürfen Betrieb auf

16.06.2021, 15:16 Uhr | dpa

Ein Neuruppiner Schlachthof hat nach Vorwürfen wegen Tierquälerei seinen Betrieb eingestellt. Die Firma habe den gesamten Betrieb an dem Standort beim Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft abgemeldet, teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Mittwoch auf Nachfrage mit. Darunter fielen auch die EU-Zulassungen für Schlachtung und Zerlegung.

Das Deutsche Tierschutzbüro hatte im Oktober nach eigenen Angaben dem Veterinäramt und der Staatsanwaltschaft heimlich erstellte Videoaufnahmen vorgelegt und das Unternehmen kurz darauf angezeigt. Das Bildmaterial zeigt, wie Schweine vor der Schlachtung gequält werden. Nach Angaben des Tierschutzbüros erfolgten die Betäubungen nicht sachgemäß. Der Betrieb belieferte auch Bio-Supermärkte.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen den Betrieb wegen Tierquälerei. Das Unternehmen selbst habe inzwischen Anzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gegen zwei seiner Mitarbeiter gestellt, sagte Staatsanwältin Martina Baum. Die Ermittlungen müssten nun zeigen, ob die Handlungen von oben geduldet oder sogar angeordnet worden seien oder es sich um Exzesse von einzelnen Mitarbeitern handelte, so Baum.

"Wir begrüßen diesen Schritt und freuen uns sehr, dass in dem Skandal-Schlachthof keine Tiere mehr gequält werden", sagte Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. "Jetzt müssen die Täter hart bestraft werden, Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben." Der Betrieb selbst war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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