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Bis 2030 gehen rund 400 Kita-Fachkräfte pro Jahr in Rente

Schwerin  

Bis 2030 gehen rund 400 Kita-Fachkräfte pro Jahr in Rente

17.06.2021, 12:57 Uhr | dpa

Bis 2030 gehen durchschnittlich rund 400 Kita-Fachkräfte Mecklenburg-Vorpommerns jährlich in den Ruhestand. Das ergab eine am Donnerstag in Schwerin veröffentlichte Fachkräfteanalyse. Ob der zusätzliche Bedarf an Fachkräften künftig gedeckt werden kann, hängt demnach von den Reformen in der Kindertagesförderung ab. Bliebe es beim derzeitigen Modell, könne der Bedarf voraussichtlich gedeckt werden. Bei dem angestrebten Rechtsanspruch auf die ganztägige Betreuung im Hort und einen verbesserten Schlüssel in der Betreuung, wären bis 2025 jedoch insgesamt rund 1500 zusätzliche Stellen erforderlich.

Laut Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat sich die Zahl der betreuten Kinder in Kita und Tagespflege im Nordosten von 2016 bis 2020 um rund 7000 auf 113 000 erhöht. Im vergangenen Jahr haben nach Angaben der Ministerin 709 Erzieherinnen und Erzieher ihren Abschluss gemacht. Ein Problem stellt demnach der ländliche Raum da, weil überwiegend in den größeren Städten die Berufsschulen seien. Drese schlug vor, dass sich mehrere kleinere Träger für die Ausbildung zusammenschließen könnten, damit diese dort verstärkt möglich ist.

Drese will die sogenannten Alltagshelfer in den Kitas indes dauerhaft etablieren, damit die Fachkräfte weiterhin entlastet werden können. Die Finanzierung für diese zusätzlichen Stellen hatte das Ministerium in diesem Frühjahr auf den Weg gebracht. Diese Helfer übernehmen etwa hauswirtschaftliche Tätigkeiten in den Kitas. Drese hofft darauf, dass sich diese Menschen zu Fachkräften weiterqualifizieren. Zudem will die Ministerin Geld für zusätzliche Stellen zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) zur Verfügung stellen.

Die Linke kritisierte, dass einige Feststellungen der Fachkräfteanalyse seit geraumer Zeit bekannt seien, wie etwa die finanzielle Unattraktivität bei den Kindertagespflegepersonen. "Gemessen an den tatsächlichen Bedarfen wird die Zahl der Ausbildungsplätze auch künftig zu gering sein, weil die entsprechende Planung immer noch nicht an die Realität angepasst wurde. Aber nur mit ausreichend beruflichem Nachwuchs können Personalschlüssel und Fachkraft-Kind-Relation verbessert werden", sagte die kinder- und jugendpolitische Sprecher der Fraktion, Jacqueline Bernhardt laut Mitteilung.

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