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Schüler und Lehrer mahnen zu Vorsicht

Potsdam  

Schüler und Lehrer mahnen zu Vorsicht

23.06.2021, 13:51 Uhr | dpa

Schüler und Lehrer mahnen zu Vorsicht. Leeres Klassenzimmer

Stühle stehen in einer Schule in Berlin auf den Tischen. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Brandenburger Schülervertreter und der Pädagogenverband halten mit Blick auf das kommende Schuljahr eine Maskenpflicht im Schulgebäude und Tests weiter für notwendig. "Wir müssen ganz vorsichtig ins nächste Jahr reinstarten und schauen, wie sich die Inzidenzzahlen entwickeln, sonst machen wir wieder die gleichen Fehler, die wir in diesem Jahr schon hatten", sagte die Vorsitzende des Landesschülerrates, Katharina Swinka, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Mit Blick auf volle Klassen betonte Swinka, es müsse geschaut werden, was in den Schulen umsetzbar sei und wie sich der Unterricht halbwegs normal gestalten lasse. Das Impfangebot für ältere Schülerinnen und Schüler nannte sie einen wichtigen Schritt hin zu mehr Sicherheit an den Schulen.

Auch der Pädagogenverband hofft auf einen besseren Beginn im kommenden Schuljahr. "Wir wünschen uns vor dem Start, dass die Inzidenzen so niedrig sind, dass wir in vollen Präsenzklassen mit vollem Stundenplan starten können", sagte Verbandspräsident Hartmut Stäker am Mittwoch. Seinen Angaben zufolge sind noch nicht alle Lehrkräfte geimpft. Die Zahl der Erstgeimpften wachse, aber es gebe noch viele, die erst einen Impftermin hätten. Wenn die Herdenimmunität im Land bis zum Herbst nicht erreicht werde, werde sich alles wiederholen, befürchtet er.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hatte zu Achtsamkeit aufgerufen. "Im neuen Schuljahr wollen wir - mit aller Vorsicht - wieder im Regelbetrieb in den Schulen starten", so Ernst.

Mit Blick auf die Ausrüstung der Lehrkräfte mit Laptops oder Computern für Distanzunterricht im kommenden Schuljahr sieht der Pädagogenverband ein noch ungelöstes Problem. "Wir haben unterschrieben, dass wir unsere privaten Geräte nicht für entsprechende Daten nutzen. Im Moment machen wir das aber, ansonsten können wir digital nicht unterwegs sein", berichtete Stäker. Das sei noch nicht geklärt, die Kultusminister hätten sich mit den Kommunen noch nicht geeinigt.

Für das Aufholen der Lernrückstände in der Pandemie sind nach Angaben von Stäker 200 Stellen im Land geschaffen worden. Unter anderem sollen Sozialarbeiter und Außenstehende Nachhilfe geben. Zunächst müsse abgefragt werden, wo es Bedarfe gebe. Vor Ende September werden die Stellen aber nicht besetzt sein, schätzte er ein.

Die Schülervertreterin forderte die Bereitstellung von Laptops und Computern für alle Schülerinnen und Schüler. "Da muss jetzt der Fokus drauf liegen." Niemand dürfe benachteiligt werden. Die Corona-Pandemie habe die Probleme aufgezeigt, sagte Swinka. Zudem sollten mehr Lehrkräfte Weiterbildung in der Digitalisierung wahrnehmen. Grundkenntnisse reichten da nicht aus.

Erst einmal ist aber mit Blick auf die am Donnerstag beginnenden Sommerferien Entspannung in Sicht. "Das Gefühl ist definitiv Erleichterung, weil wir diesen Stress los sind, der auf uns gelastet hat, auch wenn die meisten sich nach einiger Erholung dann wieder aufs nächste Schuljahr vorbereiten oder noch das alte nachbereiten müssen", sagte Swinka.

Laut Bildungsministerium haben 294.698 Schülerinnen und Schüler an 915 Brandenburger Schulen ihre Zeugnisse erhalten. Dieses Jahr habe erneut alle extrem gefordert, hatte Bildungsministerin Ernst erklärt. "Jetzt heißt es aber erst einmal: Ab in die Ferien - Kraft tanken und erholen."

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