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Impfung: Gewerkschaft wirft Klinikum Druck vor

Ludwigshafen am Rhein  

Impfung: Gewerkschaft wirft Klinikum Druck vor

23.06.2021, 16:30 Uhr | dpa

Im Zusammenhang mit Corona-Schutzimpfungen hat die Gewerkschaft Verdi dem Klinikum Ludwigshafen Druck auf Beschäftigte vorgeworfen. Pflegepersonen sowie Ärztinnen und Ärzte müssten selbst entscheiden, ob sie sich impfen lassen wollten, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Dies sei die rechtliche Situation.

"Die Unfähigkeit der Leitung des Klinikums der Stadt Ludwigshafen, die eigenen Beschäftigten von der Sinnhaftigkeit einer Impfung zu überzeugen und nun mit aller Härte zur Keule der arbeitsrechtlichen Maßnahmen zu greifen, ist inakzeptabel und stößt auf energischen Widerstand unserer Gewerkschaft", erklärte die Verdi-Sprecherin.

Das Klinikum teilte mit, dass Mitarbeiter, die sich "ohne medizinisch ersichtlichen Grund" gegen eine Schutzimpfung entschieden, zum Ende ihrer Probezeit mit Kündigung rechnen müssten. "Selbstverständlich geht diesem Schritt immer eine Einzelfallprüfung sowie ein ausführliches Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter voraus."

Zudem sei richtig, dass das Klinikum keine neuen Mitarbeiter einstelle, die nicht geimpft seien oder sich nicht bei Einstellung impfen lassen wollten. "Falsch ist, dass Mitarbeitern in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis aufgrund der fehlenden Impfung gekündigt werden soll", unterstrich eine Sprecherin.

Impfen der Mitarbeiter sei in Ludwigshafen seit Dezember 2020 ein großes Thema. "Bereits im Januar haben wir die ersten mehr als 1000 Mitarbeitenden geimpft. Dass wir Stand heute - wir impfen seit Januar kontinuierlich weiter - eine sehr hohe Impfquote von nahezu 85 Prozent der Belegschaft erreicht haben, ist der intensiven Aufklärungsarbeit zu verdanken", meinte sie.

Geschäftsführer Hans-Friedrich Günther teilte mit: "Sicherheit ist nicht verhandelbar." Ein Mitarbeiter, der Corona-Leugner sei oder die Impfung für überflüssig halte, müsse überlegen, ob ein Krankenhaus mit solch großer Verantwortung der passende Arbeitsplatz sei.

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