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Deutsches Auswandererhaus öffnet mit neuer Dauerausstellung

Bremerhaven  

Deutsches Auswandererhaus öffnet mit neuer Dauerausstellung

24.06.2021, 14:50 Uhr | dpa

Deutsches Auswandererhaus öffnet mit neuer Dauerausstellung. Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven öffnet am Sonntag nach siebenmonatiger, coronabedingter Schließzeit mit einer neu gestalteten Dauerausstellung wieder für Besucher. Rund 1300 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind durch einen Neubau hinzugekommen. Die Fassade des 15 Millionen Euro teuren Anbaus zieren 31 Porträts von Einwanderinnen und Einwanderern oder ihrer Nachfahren. Die Frauen und Männer sollen für die Stadt Bremerhaven stehen, die historischer Auswanderungshafen war und heute noch Einwanderungsort ist.

Das Museum erzähle in der neuen Dauerausstellung nun gleichwertig 300 Jahre Ein- und Auswanderungsgeschichte, betonte Architekt und Gestalter Andreas Heller. "Unser Ziel war es, Migration als Ganzes begreifen zu können", betonte Direktorin Simone Blaschka. Im Mittelpunkt stehe das Konfliktpotenzial in Einwanderungsgesellschaften. "Deutschland hat lange nicht sehen wollen, dass es ein Einwanderungsland ist", so Blaschka. Es seien Interviews mit 270 Menschen aus 30 Ländern geführt worden. Sie stellten dem Haus auch persönliche Erinnerungsstücke zur Verfügung. Insgesamt sind 400 neue Ausstellungsobjekte zu sehen.

Ursprünglich befasste sich das 2005 eröffnete Museum nur mit den Ursachen der Auswanderung von mehr als sieben Millionen Menschen, die über Bremerhaven in die Neue Welt zogen. Als vor neun Jahren der erste Erweiterungsbau dazu kam, wurde damit begonnen, auch die deutsche Einwanderungsgeschichte zu erzählen. Nun seien noch mehr Biografien und Debatten hinzugekommen. Aus dem Auswandererhaus sei nun endgültig ein Migrationsmuseum geworden, sagte Heller. Dennoch solle der Name nicht geändert werden. "Aus jedem Auswanderer wird ein Einwanderer", sagte Heller.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sagte, das Haus biete nicht nur ein touristisches Erlebnis. Es sei auch eine Bildungseinrichtung für Jung und Alt, die helfen könne, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegenzuwirken. Das Deutsche Auswandererhaus verzeichnet im Durchschnitt 180 000 Besucher pro Jahr. Es zählt damit zu den meistbesuchtesten Museen in Deutschland.

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