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Viele Corona-Impftermine werden nicht wahrgenommen

Magdeburg  

Viele Corona-Impftermine werden nicht wahrgenommen

25.06.2021, 14:55 Uhr | dpa

Viele Corona-Impftermine werden nicht wahrgenommen. Impfung

Eine Person wird geimpft. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Während Impfwillige in den vergangenen Monaten in Sachsen-Anhalt eher schwer an eine Corona-Schutzimpfung gekommen sind, bleiben die Termine vielerorts mittlerweile ungenutzt. Einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur vom Freitag zufolge werden in dem Großteil der 14 Landkreise und kreisfreien Städte Impftermine verstärkt nicht wahrgenommen. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

In Magdeburg und im Saalekreis werden den Angaben zufolge durchschnittlich rund zehn Prozent der Termine nicht wahrgenommen. Meistens handele es sich dabei um Zweitimpfungen. Auch die Stadt Halle und die Landkreise Mansfeld-Südharz, Börde und Anhalt-Bitterfeld haben laut eigenen Angaben zuletzt eine Zunahme nicht wahrgenommener Zweitimpftermine bemerkt. Im Altmarkkreis-Salzwedel und in Dessau-Roßlau werden den Angaben zufolge sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen verlegt oder abgesagt. Der Landkreis Stendal und der Salzlandkreis haben keine große Veränderung der Nachfrage registriert.

Die Gründe für die Absagen und verfallenen Termine sind vielfältig. Einige Kommunen vermuten, dass viele ihre zweite Impfung bei einem Hausarzt bekommen. Aber auch die niedrige Inzidenz oder eine gewisse Impfmüdigkeit könnte daran liegen, heißt es von einzelnen Landkreisen.

Vielerorts seien die die Termine nicht mehr innerhalb von Minuten vergriffen, erklärte das Ministerium. Einige Landkreise und Städte bieten außerdem immer wieder Sonderimpftage ohne vorherige Terminbuchung an. Auch die Öffnungszeiten wurden in einigen Impfzentren ausgeweitet, damit auch Menschen einen Impftermin wahrnehmen können, die bislang aufgrund der beruflichen Tätigkeit keine Möglichkeit hierzu hatten. "Die Chancen, jetzt endlich einen Impftermin zu bekommen, sind gestiegen", sagte die Gesundheitsministerin Grimm-Benne (SPD) am Freitag.

Sie warnte mit Blick auf die ansteckenderen Delta-Variante außerdem vor zu viel Sorglosigkeit. "Niedrige Inzidenzen und zurückgewonnene Freiheiten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Coronavirus eben nicht verschwunden ist", sagte die SPD-Politikerin. Sie rief die Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter dazu auf, sich über die Möglichkeiten einer Impfung zu informieren und sich und andere zu schützen. "Jeder, der sich impfen lässt, trägt dazu bei, unser gewohntes Leben zu sichern und die Pandemie zu überwinden", sagte Grimm-Benne weiter.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen-Anhalt seit Tagen rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 2,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage. Am Donnerstag hatte der Wert bei 2,2 und am Mittwoch bei 2,8 gelegen. Rund 50,6 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind Stand Freitagfrüh mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft, 33,3 Prozent haben eine Zweitimpfung erhalten.

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