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Von Gorleben nach Garzweiler: Wandern gegen Braunkohle-Abbau

Gorleben  

Von Gorleben nach Garzweiler: Wandern gegen Braunkohle-Abbau

04.07.2021, 08:49 Uhr | dpa

Von Gorleben nach Garzweiler: Wandern gegen Braunkohle-Abbau. Gorleben

Das ehemalige Erkundungsbergwerk Gorleben. Foto: Philipp Schulze/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

In 26 Etappen über 470 Kilometer will ein Bündnis aus Klima- und Umweltinitiativen, christlichen Gruppen und kirchlichen Institutionen vom Wendland ins Rheinland wandern, um gegen den Braunkohle-Abbau zu protestieren. Unter dem Motto "Anti-Atom meets Anti-Braunkohle" wird zu einem "Kreuzweg für die Schöpfung" von Gorleben nach Garzweiler aufgerufen.

Ein 1,80 Meter großes Kreuz soll als Symbol des Widerstands nach Lützerath, einem bedrohten Dorf an der Tagebaukante Garzweiler, getragen werden, wie die Organisatoren mitteilten. Der Weg führt vorbei am Atomkraftwerk Grohnde, dem neuen Kohlekraftwerk Datteln 4, der RWE-Zentrale in Essen und der Landesregierung in Düsseldorf.

Der "Kreuzweg" erinnert an die langjährigen Proteste der Anti-AKW-Bewegung: Schon 1988 trugen Aktivisten aus Wackersdorf ein Kreuz nach Gorleben. Damit wollten sie den Zusammenhang der Proteste und die Solidarität der Umweltaktivisten ausdrücken. "Der gleichzeitige Ausstieg aus Kohle, Gas und Atom ist zwingend notwendig - und auch machbar, wie viele Projekte zeigen", sagt Elisabeth Hafner-Reckers, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg.

Nach jahrzehntelangen Protesten ist ein Atommüll-Endlager in Gorleben nicht mehr in der Diskussion, der Salzstock schied im vergangenen Jahr wegen geologischer Mängel aus der bundesweiten Suche aus.

"Mit dem Kreuzweg wollen wir auch der vielen Menschen gedenken, die in Folge der globalen Klimaerhitzung ihre Heimat oder gar ihr Leben verloren haben - und zugleich deutlich machen, dass wir eine Wirtschaftsweise nicht mehr akzeptieren, die solche Opfer als scheinbar unausweichlich hinnimmt", sagt Michael Friedrich von der Mahnwache Lützerath. "Die Not ist groß, weil wir weiter an der Kohleverstromung festhalten, der größten CO2-Dreckschleuder. Und dafür werden Dörfer zerstört", meinte Hafner-Reckers.

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