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Plädoyers im Prozess gegen 38-Jährigen nach Juwelierraub

Lüneburg  

Plädoyers im Prozess gegen 38-Jährigen nach Juwelierraub

06.07.2021, 02:37 Uhr | dpa

Plädoyers im Prozess gegen 38-Jährigen nach Juwelierraub. Justitia

Vor einem Gericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um den Überfall mit zwei Toten auf ein Juwelier- und Antiquitätengeschäft in Celle gegen einen 38-Jährigen werden am Dienstag die Plädoyers vor dem Lüneburger Landgericht gehalten. Die 11. Große Strafkammer verhandelt wegen gemeinschaftlich begangenen versuchten schweren Raubes. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten zur Last, sich mit seinem Bruder und einem weiteren Beteiligten verabredet zu haben. Er soll mit dem Bruder am 14. September von Waltrop im Ruhrgebiet losgefahren sein, unterwegs den Dritten aufgenommen und beide in Celle abgesetzt haben. Der Bruder habe den Dritten in einem Rollstuhl geschoben.

Der Angeklagte soll das Fluchtfahrzeug geparkt und Kontakt gehalten haben. Die beiden anderen sollen mit einer Schusswaffe, einem Handbeil und einem Messer das Geschäft betreten haben. Dort habe sich der Mann aus dem Rollstuhl auf die Ehefrau des Juweliers gestürzt, um diese zu würgen und zu fesseln. Der Juwelier habe den Verkaufsraum betreten und sei von dem Bruder bedroht worden. Der Juwelier schoss auf beide Täter. Der Bruder starb am Tatort, der weitere Beteiligte erlag später seinen Verletzungen.

Das Verfahren gegen den Ladeninhaber wegen Totschlags war eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ging davon aus, dass der Senior in Notwehr gehandelt hatte. Das Ehepaar tritt als Nebenkläger auf.

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