Sie sind hier: Home > Regional >

Bayern bei Start-up-Finanzierung hinter Berlin

Leinfelden-Echterdingen  

Bayern bei Start-up-Finanzierung hinter Berlin

14.07.2021, 08:11 Uhr | dpa

Bayern bei Start-up-Finanzierung hinter Berlin. Geldscheine

Zahlreiche Euro-Banknoten liegen auf einem Haufen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Bayerns Gründerszene liegt finanziell weiter hinter Berlin zurück. Im ersten Halbjahr haben Start-ups im Freistaat nach einem Knick im vergangenen Jahr zwar so viel Geld eingeworben wie noch nie, doch in Berlin fließt noch weit mehr Geld, wie am Mittwoch veröffentlichte neue Zahlen der Unternehmensberatung EY zeigen.

Demnach sammelten bayerische Start-ups von Anfang Januar bis Ende Juni in 120 Finanzierungsrunden 2,5 Milliarden Euro ein, mehr als dreimal so viel wie in der ersten Jahreshälfte 2020. Doch wie schon in den vergangenen Jahren lagen die Berliner Gründer an der Spitze, die in 263 Finanzierungsrunden 4,1 Milliarden Euro bekamen. "In diesem Jahr sehen wir ebenfalls einen Corona-Effekt, allerdings in die umgekehrte Richtung: Finanzierungsaktivitäten und -summen explodieren", erklärte EY-Partner Thomas Prüver.

Alle anderen Bundesländer spielen nur eine untergeordnete Rolle: Deutschlandweit erhielten junge Unternehmen die Rekordsumme von 7,6 Milliarden Euro, doch davon entfielen 6,6 Milliarden auf die zwei führenden Bundesländer, während die Gründer in den übrigen 14 Ländern sich mit einer Milliarde begnügen mussten. Die größten Summe im ersten Halbjahr floss mit 830 Millionen Euro an das Münchner Software-Unternehmen Celonis. "Gerade die ganz großen Deals finden in erster Linie in Berlin und Bayern statt", stellte EY fest.

Zentrum der bayerischen Start-up-Branche ist München. Beim Wettbewerb mit anderen Bundesländern um neue Softwarefirmen ist ein Standortvorteil, dass große US-Konzerne wie Apple und Google ihre Münchner Niederlassungen ausbauen.

Start-ups sind auf Geld von Investoren angewiesen, da sie in aller Regel anfangs keine Gewinne schreiben. Fonds und große Firmen stecken Kapital in verheißungsvolle Firmen in der Hoffnung, dass sich deren Geschäftsideen durchsetzen und ihnen üppige Profite bescheren. Start-ups gelten als wichtiger Innovationstreiber für die Wirtschaft.

Die Corona-Krise hatte die Pläne vieler Existenzgründer zunichte gemacht. 2020 wagten nach Daten der staatlichen Förderbank KfW etwa 537.000 Menschen den Sprung in Selbstständigkeit und damit gut 11 Prozent weniger als im Vorjahr.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: