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Zuzug aus Berlin und Brandenburg: Einwohnerplus im Osten

Neubrandenburg  

Zuzug aus Berlin und Brandenburg: Einwohnerplus im Osten

21.07.2021, 09:05 Uhr | dpa

Zuzug aus Berlin und Brandenburg: Einwohnerplus im Osten. Zwei Jogger laufen über eine Brücke in Berlin

Zwei Jogger laufen über eine Brücke zwischen Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Foto: Christophe Gateau/dpa (Quelle: dpa)

Neubrandenburg/Greifswald (dpa) – Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns haben sich im Zuge der Corona-Pandemie 2020 deutlich mehr Menschen aus Berlin und Brandenburg angesiedelt als in den Vorjahren. Wie ein Sprecher der IHK Neubrandenburg am Mittwoch erklärte, geht das aus Angaben des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern hervor.

Die Nettozuwanderung – also die Differenz zwischen Wegzug und Zuzug – sei für die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte mit knapp 3900 Neu-Bewohnern doppelt so hoch ausgefallen wie in der letzten Prognose der Schweriner Landesregierung. Ähnlich hoch war der Zuzug nur 2015 im Rahmen der Flüchtlingszuwanderung. Im Unterschied zu damals seien es nun aber fast ausschließlich deutsche Zuzügler, hieß es von der Kammer.

Laut Statistik zogen 2020 rund 14.800 Menschen aus dem In- und Ausland in die beiden Kreise rund 100 Kilometer nördlich von Berlin. Demgegenüber zogen 10.900 Bewohner weg. Damit konnte die Differenz zwischen Sterbefällen und Geburten, die bei 3667 lag, erstmals seit Jahren wieder mehr als ausgeglichen werden, wie Dorothea Lucke von der IHK Neubrandenburg erläuterte. Durch den Zuzug stieg die Einwohnerzahl in beiden Landkreisen erstmals seit Jahren wieder – um etwa 130 Einwohner. 

Der stark gestiegene Zuzug vor allem von jungen Familien aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist laut IHK darauf zurückzuführen, dass die Corona-Maßnahmen in dicht besiedelten Regionen als besonders einschränkend wahrgenommen wurden. So kamen 2020 allein aus Berlin-Brandenburg 1734 Frauen, Männer und Kinder mehr als dorthin wegzogen. Diese Zahl hat sich verdoppelt gegenüber 2019.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten Ende 2020 in beiden Landkreisen insgesamt 493.830 Einwohner, rund 130 mehr als 2019. Davon entfielen auf Vorpommern-Greifswald 235.773 Menschen, 150 mehr als 2019, und auf den nach Fläche bundesweit mit Abstand größten Kreis – die Mecklenburgische Seenplatte - 258.057 Einwohner, das waren 17 weniger als Ende 2019.

Beide Regionen leiden seit 1990 unter Abwanderung junger Leute, sodass Geburten stark sanken und der Altersdurchschnitt stark stieg. Bürgermeister mehrerer Städte haben mit viel Natur, vergleichsweise niedrigen Mieten, vielen Kita-Plätzen und guter Verkehrsanbindung um mehr Zuzügler aus Berlin und dem Umland geworben.

So gibt es einige Co-working-Space-Projekte, wo Interessenten via Internet aus Vorpommern und von der Seenplatte ihre Jobs bei Firmen aus Berlin und Brandenburg verrichten könnten. Die IHK vertritt die Interessen von rund 25.000 Firmen aus beiden Großkreisen.

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