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Ausflugsziel im Altmühltal soll Naturschutzgebiet werden

Heidenheim  

Ausflugsziel im Altmühltal soll Naturschutzgebiet werden

23.07.2021, 12:43 Uhr | dpa

Ausflugsziel im Altmühltal soll Naturschutzgebiet werden. Ausflugsziel im Altmühltal soll unter Naturschutz

Ein einzelner Baum steht auf einem Feld in der Nähe des Hahnenkamms im Altmühltal. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Mittlere Hahnenkamm, ein Höhenzug im Altmühltal, soll zum Naturschutzgebiet werden. Die Regierung von Mittelfranken teilte am Freitag mit, die Ausweisung sei in Planung. Damit sollen in dem von Touristen und Ausflüglern stark frequentierten Gebiet etwa die Berghexe, eine vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsart, und Kalktuffquellen geschont werden.

Die Ausflügler hätten mit Mountainbikes, zu Fuß oder mit Wohnwagen teils bereits erhebliche Schäden angerichtet. Außerdem weise das Gebiet im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Wälder auf, die durch vorbildliche Forstwirtschaft hervorgebracht worden seien.

"Seit einiger Zeit hat insbesondere die Freizeitnutzung im Bereich des geplanten Naturschutzgebietes Ausmaße angenommen, die aus naturschutzfachlicher Sicht nicht mehr tolerabel sind", heißt es in der Mitteilung der Regierung. Fahr- und Trittspuren zögen sich über große Teile der Magerrasenflächen. Mountainbiker hätten bereits Kalktuffquellen zerstört. "Durch Ausweisung eines Naturschutzgebietes sollen diese sensiblen Naturbereiche in einem günstigen Erhaltungszustand bewahrt werden." Das Naturschutzgebiet soll rund 1100 Hektar umfassen.

Künftig werde beispielsweise verboten sein, außerhalb öffentlicher Straßen und Wege mit Fahrzeugen aller Art oder mit Wohnwagen zu fahren oder diese dort abzustellen. Das Schlittenfahren am im Winter bei Kinder beliebten Gelben Berg oder das Radfahren auf den öffentlichen Straßen und Wegen bleibe hingegen weiterhin möglich, ebenso wie die Waldwirtschaft in ihrer bisherigen Form. Lediglich die Rodung von Flächen sowie die Aufforstung von Freiflächen werde nicht erlaubt sein. Zuvor hatten Waldbauern aus der Region befürchtet, sie könnten für ihre vorbildliche Arbeitsweise nun mit Restriktionen bestraft werden.

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