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Schuldenanstieg beim Land im Krisenjahr 2020

Bad Ems  

Schuldenanstieg beim Land im Krisenjahr 2020

28.07.2021, 12:21 Uhr | dpa

Die Verschuldung des Landes Rheinland-Pfalz ist im Corona-Krisenjahr 2020 im Vergleich zum Jahr davor um 3,4 Prozent auf rund 30,9 Milliarden Euro gestiegen. Dagegen seien die Schulden der Kommunen leicht um 0,5 Prozent auf 13 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch mit. Damit ergibt sich eine Gesamtverschuldung von 43,9 Milliarden. Die rechnerische Pro-Kopf-Verschuldung wuchs um 220 auf 10.700 Euro.

Städte, Gemeinden und Landkreise hatten im vergangenen Jahr enorme Ausgaben für die Pandemiebekämpfung. Der vor rund drei Wochen vorgelegte kommunale Finanzreport der Bertelsmann-Stiftung hatte aber gezeigt, dass flächendeckende Haushalts-Notstände durch Hilfen von Bund und Land abgewendet werden konnten.

Die rheinland-pfälzischen Regionen wiesen laut Statistik teilweise deutliche Unterschiede auf. Bei den kreisfreien Städten wurde für Landau in der Pfalz mit 1420 Euro die niedrigste, für Pirmasens mit 9870 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung ermittelt. Innerhalb der Landkreisbereiche (Kreise inklusive der zugehörigen Verbands- und Ortsgemeinden) verbuchte der Westerwaldkreis die geringsten Schulden (420 Euro pro Kopf). Die höchsten Schulden pro Kopf hatte der Landkreisbereich Kusel: Mit rund 6430 Euro war der Wert rund fünfzehnmal so hoch wie im Westerwaldkreis. Die Spannweite zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Schuldenstand pro Kopf nahm 2020 weiter zu.

Im Vergleich der Bundesländer weist Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr eine überdurchschnittliche Verschuldung auf: Die Landesebene liegt laut Landesamt 12 Prozent, die Kommunalebene 66 Prozent über dem Pro-Kopf-Durchschnitt der westdeutschen Flächenländer. "Damit weisen die rheinland-pfälzischen Kommunen 2020 erstmals deutschlandweit den höchsten Wert aus", berichten die Statistiker. In anderen Bundesländern sei die vormals sehr hohe kommunale Verschuldung in den vergangenen Jahren deutlich stärker reduziert worden als in Rheinland-Pfalz.

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