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Ausfall wegen Corona: Nur wenige Festivals in Brandenburg

Potsdam  

Ausfall wegen Corona: Nur wenige Festivals in Brandenburg

30.07.2021, 05:20 Uhr | dpa

Ausfall wegen Corona: Nur wenige Festivals in Brandenburg. Besucher feiern auf einem Festival

Besucher feiern auf einem Festival. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In Brandenburg gibt es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur wenige Open-Air-Festivals. Und ob "Wilde Möhre" oder "Nation of Gondwana": Die Festivals, die trotz Pandemie an den Start gehen, haben strenge Corona-Regeln.

"Wir haben normalerweise mehr als 100 Festivals hier. In diesem Jahr finden vielleicht zehn Prozent davon statt", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Brandenburg, Franziska Pollin. Für die größeren Events lohne sich die Durchführung mit Blick auf die derzeitige Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 1000 nicht. Für die kleineren Festivals sei der finanzielle Aufwand für ein ausgefeiltes Hygienekonzept zu groß.

Einige Festivals dürfen und durften bereits aber auch mit mehr Teilnehmenden feiern. Sie wurden vom Wirtschaftsministerium des Landes als Modellprojekt zugelassen. Die Bedingung: ein gutes Hygienekonzept und eine wissenschaftliche Begleitung. Es soll vor allem auch ausgewertet werden, wie viele Menschen sich beim Feiern auf den Veranstaltungen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Erste Ergebnisse sollen nach Auskunft der Medizinischen Hochschule Brandenburg, die die Daten zu einigen Veranstaltungen erhebt, in einigen Wochen vorliegen. Zu den Projekten gehören die Potsdamer Schlössernacht, das "Nation of Gondwana" und die Veranstaltung "Wilde Möhre".

Auch das Festival "Zurück zu den Wurzeln", das an diesem und weiteren Wochenenden bis in den September hinein stattfindet, macht mit. Erwartete Teilnehmerzahl: 3500 je Wochenende. Gefeiert werden darf ohne Maske - nur in wenigen Bereichen wie Toiletten gelte Maskenpflicht. Die Besucherinnen und Besucher müssen laut Veranstaltern schon bei Anreise einen negativen Corona-Test vorzeigen. Dann wird nochmals getestet, mit Antigen- und PCR-Test. "Wir testen jeden, der auf das Festivalgelände will", sagte Veranstalter Björn Oesingmann.

Bei der "Wilden Möhre" gibt es unter anderem ein Ampelsystem. Werden Teilnehmende ohne Masken erwischt, schaltet sich die Ampel auf Gelb, ziehen die Feiernden trotz Ansprache keine Maske auf, schaltet sich die Ampel auf Rot. Die Musik wird abgeschaltet - für alle Feiernden. "Den Fall hatten wir zum Glück noch nicht", sagt Gründer Alexander Dettke. Rund 10.000 Tests seien bereits durchgeführt worden. Bislang seien alle negativ gewesen.

Mit Blick auf die pandemiebedingten Mehrkosten sagt "Wurzelfestival"-Gründer Oesingmann: "Wir stünden finanziell besser da, wenn wir das Festival in diesem Jahr nicht gemacht hätten." Aber es sei wichtig für die kommenden Jahre, zu wissen, wie man künftig feiern könne. "Corona", so Oesingmann, "wird bleiben".

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