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Mäßiger Ertrag bei Lupinen: Forschung verbessert Sorten

Sanitz  

Mäßiger Ertrag bei Lupinen: Forschung verbessert Sorten

31.07.2021, 09:09 Uhr | dpa

Mäßiger Ertrag bei Lupinen: Forschung verbessert Sorten. Lupinenforschung

Florian Haase steht auf einem Versuchsfeld des Julius Kühn-Instituts (JKI) zwischen Zelten mit Lupinen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Der Ertrag bei Lupinen im Nordosten dürfte in diesem Jahr mäßig ausfallen. Das Jahr sei durchwachsen gewesen, sagte Hubert Heilmann von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA). Teilweise habe Unkraut und Trockenheit den Pflanzen zu schaffen gemacht. Frank Schiffner vom Bauernverband zufolge vertragen Lupinen im Vergleich zu anderen Pflanzen Wärme und Trockenheit zwar relativ gut. Hitze von weit über 30 Grad sei aber auch für sie zu viel. Gerade der Juni als Hauptwachstumsphase sei im Land überwiegend sehr trocken und heiß gewesen.

Der Anbau der eiweißreichen Pflanzen stellt laut Heilmann eine Nische dar. Florian Haase und seine Kollegen vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Groß Lüsewitz östlich von Rostock arbeiten daran, dass sich das in Zukunft möglicherweise ändert. Lupinen könnten dazu beitragen, Sojaimporte aus dem Ausland zu reduzieren und die Vielfalt auf den Feldern zu erhöhen. Außerdem wird ihr hochwertiges Eiweiß für pflanzliche Alternativen zu Milchprodukten wie Joghurt oder Eis genutzt. Im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie will das Bundeslandwirtschaftsministerium den Anbau heimischer Hülsenfrüchtler wie Ackerbohne, Erbse, aber auch Lupinenarten fördern.

Vom Lupinenanbau könnten auch andere landwirtschaftliche Kulturen profitieren, erklärte Haase. In einem aktuellen Projekt des JKI wird Andenlupine aus Südamerika zusammen mit Mais angebaut. Da Lupinen den Stickstoff im Boden anreichern können, soll der Mais mit weniger Dünger auskommen. Nach der Ernte sollen beide Pflanzen zusammen für den Einsatz in der Biogasanlage genutzt werden.

In der Vergangenheit seien Lupinen in Deutschland als Futtermittelpflanze verbreiteter gewesen, erklärte Haase. Wegen einer pilzlichen Krankheit - der Anthraknose - seien der Anbau sowie die Züchtung ab Mitte der 1990er Jahre allerdings drastisch zurückgegangen. Ein Anliegen der Arbeit am JKI sei es, die Widerstandsfähigkeit der Lupinen gegen diese Krankheit zu steigern. Daneben geht es auch darum, ertragreichere und stabilere Sorten zu entwickeln. Noch stagniere der Lupinenanbau auf niedrigen Niveau, auch weil die Entwicklung verbesserter Sorten andauere, erklärte Haase. LFA-Zahlen zufolge wurden 2020 im Nordosten auf 5300 Hektar Lupinen angebaut.

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