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Mit Auto in Juwelierladen: Freiheitsstrafe für Ex-Polizisten

Bamberg  

Mit Auto in Juwelierladen: Freiheitsstrafe für Ex-Polizisten

04.08.2021, 17:41 Uhr | dpa

Mit Auto in Juwelierladen: Freiheitsstrafe für Ex-Polizisten. Prozess nach Einbruch bei Juwelier mit einem Auto

Nach einem Einbruch wurde ein Bamberger Juweliergeschäft mit einem Flatterband abgesperrt. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Sie sind mit einem Auto als Rammbock in einen Bamberger Juwelierladen eingebrochen, nun sind zwei Ex-Polizisten unter anderem dafür zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Bamberg verurteilte sie am Donnerstag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von jeweils vier Jahren. Die beiden 30-Jährigen hatten ab November 2020 eine ganze Reihe von Verbrechen begangen.

Einer der Männer war dem Landgericht zufolge früher bei der Landespolizei Berlin, hatte 2018 einen Unfall, war danach krankgeschrieben und wurde im März 2021 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Der andere war bei der Bundespolizei und ist seit 2019 im vorzeitigen Ruhestand.

Für ihren größten "Coup", den spektakulären Einbruch beim Bamberger Juwelier Mitte Januar, besorgten sie sich laut Anklage erst einmal einen geeigneten "Rammbock": Am Tag vor der Tat gaben sie vor, einen Gebrauchtwagen kaufen zu wollen, fuhren bei der Probefahrt aber einfach damit davon. In der Nacht durchbrachen sie damit rückwärts die Scheibe des Juweliers und erbeuteten Uhren und Schmuck im Verkaufswert von mindestens 200 000 Euro. Im Prozess räumten die beiden die Tat ein, wie das Gericht mitteilte.

Denselben Juwelierladen hatten zwei andere Männer bereits 2019 ähnlich spektakulär mithilfe eines Geländewagens ausgeraubt. Laut Gericht hatte einer der beiden Ex-Polizisten über den Fall in der Zeitung gelesen und ihn offenbar zum Vorbild genommen.

Ab November 2020 hatten sich die beiden für diverse Straftaten in Oberfranken zusammengeschlossen. Eine regionale Verbundenheit in die Gegend gab es laut einem Gerichtssprecher aber offenbar nicht. Sie stahlen etwa aus einem Elektrofachmarkt oder gaukelten bei einem Online-Auktionshaus Interesse an Elektronikartikeln vor, erbeuteten diese aber ohne zu zahlen - in einem Fall mit körperlicher Gewalt, wie das Gericht feststellte. Ein Ex-Polizist wurde letztendlich für fünf Diebstähle, einen Raub und weitere Delikte verurteilt, der andere für sechs Diebstähle und weitere Delikte.

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