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Rohrbombe und Drogen-Bonbon: Vater bekommt Gefängnisstrafe

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Rohrbombe und Drogen-Bonbon: Vater bekommt Gefängnisstrafe

06.08.2021, 14:13 Uhr | dpa

Rohrbombe und Drogen-Bonbon: Vater bekommt Gefängnisstrafe. Justitia

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Um das Sorgerecht für seinen Sohn zu bekommen, hat er mit einer Rohrbombe seine Ex-Partnerin in Verruf bringen wollen und einem Kind ein Bonbon mit Drogen gegeben - nun ist ein Mann dafür zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der heute 41-Jährige sei zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden, teilte das Landgericht Hof am Freitag mit.

Laut Anklage hatte der Mann mit der heute 35-jährigen einen gemeinsamen Sohn, der nach der Trennung der beiden überwiegend bei der Frau war. Um das Sorgerecht zu bekommen, wollte er die Ex-Partnerin demnach diskreditieren: Die Frau hat noch einen Sohn aus einer anderen Beziehung. Im Januar 2020 legte er diesem damals fünfjährigen Buben ein mit Methamphetaminen kontaminiertes Kaubonbon in sein Fach im Kindergarten. Das Kind biss laut Staatsanwaltschaft hinein, spuckte es aber wegen des bitteren Geschmacks gleich wieder aus, musste ins Krankenhaus, kam aber ohne bleibende Schäden davon.

Im Oktober 2020 deponierte der Mann laut Staatsanwaltschaft eine selbstgebaute Rohrbombe mit Fernzünder vor seinem Haus und informierte die Polizei über das "verdächtige Päckchen". Spezialkräfte sprengten die Bombe kontrolliert. Mit Briefen, die er mit dem Namen seiner Ex-Partnerin unterschrieb, versuchte er, die beiden Vorfälle der Frau in die Schuhe zu schieben.

Der Mann war bereits seit Oktober 2020 in Untersuchungshaft gewesen und muss nun im Gefängnis bleiben. Das Landgericht Hof verurteilte ihn unter anderem wegen des Verabreichens von Betäubungsmitteln an eine Person unter 18 Jahre in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und wegen des strafbaren Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen in Tateinheit mit falscher Verdächtigung. Dem mit dem Bonbon vergifteten Kind muss er 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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