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Premium-Aerotec-Verkaufspläne: Beschäftigte wehren sich

Varel  

Premium-Aerotec-Verkaufspläne: Beschäftigte wehren sich

09.08.2021, 17:29 Uhr | dpa

Premium-Aerotec-Verkaufspläne: Beschäftigte wehren sich. Wahlkampftour von SPD-Kanzlerkandidat Scholz in Niedersachsen

Olaf Scholz, Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat, spricht mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Foto: Sina Schuldt/dpa (Quelle: dpa)

Die IG Metall und der Betriebsrat der Airbus-Tochter Premium Aerotec in Varel (Kreis Friesland) kämpfen weiter gegen Verkaufspläne und eine Auslagerung aus dem Konzern. Bei einem Besuch von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verwies Betriebsratschef Jürgen Bruns am Montag auf die Gründung einer Tarifkommission Ende des Monats. Damit gehe letztlich ein Streikrecht einher. Seitens des Konzerns gebe es kein Entgegenkommen. Dabei sei Airbus kein Sanierungsfall, sondern habe ein Auftragspolster von sieben bis zehn Jahren.

Im Fall des Aerotec-Standortes Varel, der 1300 Beschäftigte zählt, geht es laut Betriebsrat grundsätzlich um einen Verkauf an einen Investor. Scholz betonte, die Beschäftigten bräuchten eine Perspektive. Die Luftfahrt sei eine bedeutende Branche. "Und es wichtig, dass wir sie als Zukunftsbranche in Deutschland erhalten", sagte Scholz vor rund 250 Beschäftigten vor dem Werkstor in Varel.

Airbus forderte die Arbeitnehmervertreter zu konstruktiven Gesprächen auf. "Wir wollen verhindern, dass viele Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren", sagte ein Sprecher. Dies wäre unausweichlich, wenn man den heutigen Bereich der Einzelteilfertigung innerhalb von Aerotec im Konzern wettbewerbsfähig aufstellen müsste. "Deshalb suchen wir einen besseren Eigentümer für diesen Teil unseres Geschäfts der Premium Aerotec." So könnten neue Märkte erschlossen werden. Eine Schließung der Standorte Varel und Augsburg stehe nicht zur Debatte.

Airbus plant, die Fertigung von Einzelteilen auszugliedern und mit einem externen Partner zu verbinden. Hintergrund ist eine Neuaufstellung der Flugzeugproduktion in Deutschland und Frankreich. Dazu sollen neue Unternehmen gegründet werden, die vollständig zu Airbus gehören. Teile von Airbus und große Teile von Aerotec sollen in der neuen Gesellschaft aufgehen. Zudem soll eine neue Einheit mit Sitz in Deutschland gegründet werden, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen konzentriert. Gewerkschaft und Betriebsrat sehen diesen Teil besonders kritisch. Airbus argumentiert, dass Aerotec seit Jahren Verluste schreibt.

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