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Jenoptik lässt Krise hinter sich: Rekordjahr erwartet

Jena  

Jenoptik lässt Krise hinter sich: Rekordjahr erwartet

11.08.2021, 08:57 Uhr | dpa

Jenoptik lässt Krise hinter sich: Rekordjahr erwartet. Die Sonne spiegelt sich im Schriftzug "Jenoptik"

Die Sonne spiegelt sich im Schriftzug "Jenoptik" auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes der Jenoptik AG. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Viele Aufträge aus der Halbleiterindustrie und mehr Absatz von Lasern und Anlagen in der Automobilindustrie treiben das Geschäft des Technologiekonzerns Jenoptik. Vorstandschef Stefan Traeger sprach am Mittwoch in Jena von einem "extrem guten Halbjahr - gerade für unser Optik-Geschäft". Das zweite Quartal sei nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 mit Rekordergebnissen abgeschlossen worden. "Das stimmt uns zuversichtlich", so Träger, der die bereits im Juli angehobene Geschäftsprognose für 2021 bestätigte.

In den ersten sechs Monaten verbuchte das börsennotierte Thüringer Unternehmen ein Umsatzplus zum Vorjahreszeitraum von 18,3 Prozent auf 389,3 Millionen Euro. Nach Steuern blieb ein Gewinn von 37,7 Millionen Euro nach nur 10,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang legte um 52,2 Prozent auf 508,4 Millionen Euro zu, der Auftragsbestand um 27,4 Prozent auf 586,0 Millionen Euro. "Das ist ein hervorragender Auftragsbestand, auch dank Trioptics", sagte Traeger.

Jenoptik hatte den Messtechnik-Spezialisten Trioptics GmbH mit Hauptsitz in Wedel bei Hamburg im vergangenen Jahr übernommen. Die norddeutsche Firma mit etwa 400 Beschäftigten soll die Optik-Sparte und internationalen Präsenz des Jenaer Konzerns verstärken.

Nach Umstrukturierungen vor allem in der Autosparte im vergangenen Jahr, die auch mit Stellenabbau verbunden waren, beschäftigt das Thüringern Unternehmen derzeit knapp 4400 Mitarbeiter - rund 100 weniger als zu Jahresbeginn.

Traeger bezifferte den Stellenabbau im Konzern seit dem vergangenen Jahr mit etwa fünf Prozent. 2020 habe "schmerzhafte Einschnitte und die größte Akquisition in der jüngeren Firmengeschichte" gebracht. Entschieden worden sei auch, den Standort Dresden für Mikrooptik mit einer neuen Fabrik auszubauen und zwei Standorte in Berlin zusammenzulegen.

Die Grundlagen für das erwartete Rekordjahr 2021 seien damit in der Krise gelegt worden, sagte Traeger. In diesem Juli folgte die Entscheidung, den kleinen Bereich Kristallzüchtung in Eisenach zu verkaufen.

Für das Gesamtjahr 2021 stellt der Jenoptik-Vorstand einen Umsatzanstieg auf 880 bis 900 Millionen Euro in Aussicht. Von den Erlösen sollen 19 bis 19,5 Prozent als operativer Gewinn (Ebitda) beim Unternehmen hängen bleiben. Das soll trotz Problemen mit Zulieferungen erreicht werden. Traeger vertrat die Ansicht, "dass sich die Lieferkettenproblematik noch bis ins nächste Jahr hinziehen wird".

2020 hatte Jenoptik Umsatzeinbruch von 837 Millionen Euro auf 767 Millionen Euro zu verkraften - vor allem die Automobilindustrie hatte weniger bestellt.

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