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Notfallverbund Karlsruhe rettet Bilder aus Ahrweiler

Ludwigshafen am Rhein  

Notfallverbund Karlsruhe rettet Bilder aus Ahrweiler

11.08.2021, 11:15 Uhr | dpa

Nach der Flutkatastrophe von Ahrweiler wird ein Teil der Bilder aus dem dortigen Stadtmuseum in Karlsruhe erstversorgt. In einem Depot des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) versuchen Restauratoren seit Anfang August über 30 Bilder und 250 Zeichnungen zu retten, indem sie diese zunächst reinigen und in einen Zustand bringen, der eine weitere Restaurierung erlaubt. Die Hilfe für Ahrweiler ist der erste Einsatz des Karlsruher Notfallverbunds zur Rettung von Kulturgütern.

Dem Karlsruher Verbund gehören inzwischen 15 Institutionen an. Ob Feuer, Wasser oder Stromausfall - um sich im Notfall zu unterstützen und Ressourcen zu bündeln, sind in den letzten Jahren bundesweit solche Verbünde gegründet worden. Katastrophen wie das Elbhochwasser 2002, der Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar 2004 oder der Einsturz des Stadtarchivs Köln im Jahr 2009 waren der Auslöser. "Diese Schadensereignisse machten im Kulturbereich deutlich, dass es dort eigener Anstrengungen zur Notfallvorsorge bedarf", sagt Klaus Nippert, Wissenschaftlicher Leiter des Archivs am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Arbeitsleistungen für den Verbund werden aus den regulären Ressourcen, Materialien und Budgets der beteiligten Institutionen beschafft, erläutert Nippert. Das KIT hat bis 2023 die Federführung im Karlsruher Verbund.

Baden-Württembergs Kunststaatssekretärin Petra Olschowski sprach von einer beeindruckenden Solidarität unter den Kulturschaffenden und dankte den Helferinnen und Helfern aus Archiven, Bibliotheken und Museen. Viele Kultureinrichtungen im Land helfen ihr zufolge mit, Kunstobjekte aus Ahrweiler zu retten, neben dem ZKM das Badische Landesmuseum, die Badische Landesbibliothek, die Kunsthalle Karlsruhe, kommunale und kirchliche Archive in Karlsruhe, das Landesmuseum Württemberg, das Linden-Museum in Stuttgart und die Kunsthalle Mannheim. "Weitere Museen haben ihre Unterstützung in Aussicht gestellt." Darüber hinaus hätten sich etliche freiberufliche Restauratorinnen gemeldet. Die Fäden zusammen halte Christof Hierholzer, der Sicherheitsbeauftragte beim ZKM.

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