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Stoffe von Gestern fürs Heute: Staatstheater startet Saison

Cottbus  

Stoffe von Gestern fürs Heute: Staatstheater startet Saison

31.08.2021, 15:37 Uhr | dpa

Stoffe von Gestern fürs Heute: Staatstheater startet Saison. Staatstheater Cottbus

Der Kuppelsaal im Foyer vom Staatstheater Cottbus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB (Quelle: dpa)

Sich wieder begegnen, Verlorenes wiederfinden, Neues entdecken - mit dieser Hoffnung startet das Staatstheater Cottbus unter Corona-Bedingungen in die neue Spielzeit 21/22. Geplant sind unter anderem 22 Premieren, 8 Philharmonische Konzerte und 2 Konzertgastspiele. Allein zehn Uraufführungen finden in den Sparten Schauspiel, Musiktheater und Ballett statt, wie Intendant Stephan Märki am Dienstag weiter mitteilte.

Darüber hinaus sind Familien,- Schul- und Kammerkonzerte geplant, zudem verschiedene Sonder- und Gesprächsformate. 17 Gastspiele des Musiktheaters und des Balletts sollen in Potsdam, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel gegeben werden. Geplant werde unter Pandemiebedingungen erst einmal bis Ende dieses Jahres, mit Abstand und der 3G-Regelung.

So inszeniert Regisseur Armin Petras "Biberpelz" nach Gerhard Hauptmann und will dabei starke Frauenfiguren in den Vordergrund rücken. Der italienische Regisseur Antonio Latella bringt in "Zorro und Wonder Woman" zwei Popikonen auf die Bühne. Regisseurin Blanca Blanka Rádóczy rollt ihre ursprünglich für die vergangene Saison geplante Bearbeitung von Stanisław Lem's "Solaris" angesichts der Pandemie-Erfahrungen noch einmal neu auf. Auch klassische Stoffe von Shakespeare bis Dostojewski werden sich in Aufführungen wiederfinden.

Das Theater setzt zudem auch stark auf regionale Bezüge. So ist unter den Uraufführungen Kleist-Förderpreisträger Lars Werner, der sich in seinem Stück "Feinstoff" mit der Geschichte der Cottbuser Seidenproduktion beschäftigt. Gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Cottbus ist zudem ein musikalisches "Mitmachstück" plant, dass dann auch auf die Bühne gebracht werden soll.

Auch Schloss Branitz in Cottbus wird in dieser Spielsaison mit einbezogen. Im Grünen Salon werden Liederabende stattfinden. Gespielt wird auch auf einem Klavier, auf dem einst schon Clara Schumann pianierte, wie Märki verriet. Es ist das Hammerklavier von Breitkopf & Härtel des Fürsten Pückler. Das Philharmonische Orchester führt nach Angaben von Generalmusikdirektor Alexander Merzyn unter anderem Konzerte von Johannes Brahms, Sergei Rachmaninow, Dmitri D. Schostakowitsch und Alban Berg auf. Das Ballett rückt junge Choreographen in den Vordergrund. Mitglieder des Ensembles erhalten die Möglichkeit, ihre Kreationen und Ideen umzusetzen.

Mit Blick auf die vergangene Spielsaison beschrieb Intendant Märki die schwierige Situation des Theaters unter Pandemiebedingungen. "Das vergangene Jahr war für alle das Unalltäglichste, was wir bisher im Theaterleben erfahren haben". Das Ringen, alles möglich zu machen und unter den Bedingungen so oft zu spielen, wie möglich, sowie das permanente Umwerfen der Planungen sei sehr erschöpfend für alle gewesen, sagte Märki.

Sieben Mal habe der komplette Spielplan neu erstellt werden müssen. Wenigstens konnten im Sommertheater im Freien 23 Vorstellungen gezeigt werden. Der Freundeskreis des Theaters sicherte weiter seine Unterstützung zu. "Wir stehen wie eine Mauer hinter dem Theater", sagte ein Sprecher. Bei den 355 Mitgliedern habe es keinen einzigen Austritt gegeben.

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