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Geld für kommunale Klimaschutzprojekte schnell weg

Weimar  

Geld für kommunale Klimaschutzprojekte schnell weg

02.09.2021, 02:45 Uhr | dpa

Geld für kommunale Klimaschutzprojekte schnell weg. Anja Siegesmund

Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Ein Klimaschutz-Sonderprogramm des Landes für die Kommunen mit einem Volumen von 11,5 Millionen Euro ist komplett ausgebucht. Alle Landkreise und kreisfreien Städte sowie etwa 95 Prozent der 626 Gemeinden hätten sich daran beteiligt, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Donnerstag am Rande der Erneuerbare-Energien- und Klimakonferenz ihres Ministeriums in Weimar. "Das ist wirklich bemerkenswert. Zumal dafür nur etwa ein Monat Zeit war."

Allerdings sei das Programm, bei dem die Kommunen abhängig von der Einwohnerzahl Geld abrufen konnten, nur eine einmalige Sache gewesen. Siegesmund plant nach eigenen Angaben den Abschluss eines Klimapaktes mit den Kommunen. Dazu solle es Gespräche mit den Landkreisen sowie Städten und Gemeinden geben.

Das Geld aus dem Sonderprogramm soll laut Ministerium im Oktober auf den kommunalen Konten liegen. Die Projektumsetzung müsse bis Ende August 2022 erfolgen. Möglich seien 3 Euro pro Einwohner für Projekte der Gemeinden und 2,40 Euro pro Einwohner für die von Kreisen. Denkbar seien etwa Solaranlagen auf Dächern von Gemeindeverwaltungen oder Ladesäulen in Bauhöfen.

Die Konferenz beschäftigte sich mit dem erreichten Stand der Energiewende und weiteren Schritten. Der Schwerpunkt lag auf Arbeitsplätzen sowie regionaler Wertschöpfung. "Klimaschutz rechnet sich auch", sagte Siegesmund.

Nach einer Studie gebe es in der Thüringer Umweltwirtschaft inzwischen rund 60.000 Arbeitsplätze - mit steigender Tendenz. Studiengänge zu Energie- und Umweltwirtschaft würden regelrecht überrannt. Laut Siegesmund wurden seit 2015 insgesamt 15 Förderprogramme zur Energie- und Klimaschutzwende in Thüringen aufgelegt.

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