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Telemedizin soll bei Versorgung schwerkranker Kinder helfen

Kassel  

Telemedizin soll bei Versorgung schwerkranker Kinder helfen

03.09.2021, 06:07 Uhr | dpa

Telemedizin soll bei Versorgung schwerkranker Kinder helfen. Telemedizin

Ein Arzt ist per Bildtelefonie mit einem Patienten im Gespräch. Foto: Christin Klose/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Das Kinderpalliativteam der "Kleinen Riesen Nordhessen" in Kassel arbeitet derzeit daran, sein bestehendes palliativmedizinisch-pflegerisches Dokumentationssystem um die Möglichkeit verschiedener Telemedizintools zu erweitern. Damit soll die Telemedizin in die Kinderpalliativmedizin in Hessen implementiert werden. "Kinderärzte sind knapp. Das ist für ein chronisch krankes und von einer lebenslimitierenden Situation bedrohtes Kind sehr schwierig", sagte Thomas Voelker, Leiter des Kinderpalliativteams Nordhessen.

Ihre Versorgung telemedizinisch zu unterstützen sei eine Riesenchance, so der Mediziner. Deshalb entwickelt der Verein "Kleine Riesen Nordhessen", dessen drei Kinderpalliativteams in Kassel, Gießen und Frankfurt schwerstkranke Kinder und Jugendliche in Hessen bis zum Lebensende begleiten, mit Industriepartnern jetzt eine mobile App, die den Pflegenden und den betroffenen Familien eine niedrigschwellige, gebündelte und sichere Kommunikation ermöglichen soll.

"Das soll die regelmäßigen Hausbesuche nicht ersetzen und keine palliativmedizinische Beratung per Handy sein, sondern eine zusätzliche Unterstützung", betont Voelker. Das Land Hessen unterstützt das auf drei Jahre angelegte Projekt mit rund 420.000 Euro.

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